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E. Wagner,

artigen Holzstofferzeugnissen wird in allen größeren Siedelungen des
Gebirges betrieben. Die nahe Weser ermöglicht eine weite und billige
Verfrachtung bis nach Hannover (über Hameln) und Bremen. In
früheren Jahren wurde freilich mit Hannover direkt durch die Leine
verkehrt*), während in unserer Zeit der Umweg über Hameln allein in
Benutzung ist.
Von den übrigen Industriezweigen vermag keiner mehr die Bedeutung
 zu erlangen, wie die beiden bereits erörterten. Die Textilindustrie,
 die hier besonders als Leinewandfabrikation entwickelt ist,
hat ihre Hauptstätte in Uslar und der benachbarten Musterbleiche
Sohlingen. Daneben bestehen noch in Uslar umfangreiche Teppichwebereien.
 Sonst erreicht die Weberei ihre größte Ausdehnung im
Kreise Holzminden, wie ja überhaupt dieser Kreis das vollkommenste
Industriegebiet der Triasplatte darstellt. Bekannter sind auch die Erzeugnisse
 der Glashütten des Gebietes, die meist aus den größeren
unter ihnen, Ameliet und Nienover, stammen. Daneben aber bestehen
noch zahlreiche kleinere Hütten über das Gebiet verstreut.
Von den eng mit der Landwirtschaft verknüpften Industrien zeigt
sich die Tabakverarbeitung in der Mündener Gegend von Einfluß,
während die Zuckerindustrie zu sehr untergeordneter Bedeutung
herabsinkt.
Daß sich die meisten der industriellen Anlagen, die eine Verarbeitung
 der Rohstoffe des Solling vornehmen, an seinem Rande und
hierbei hauptsächlich an der Weser befinden, ist im Hinblick auf die
hier gebotenen schnellen und billigen Transportmittel durchaus verständlich.
 So erklären sich auch leicht die sehr hohen Dichtezonen,
die das Weserthal aufweist (Münden bis Karlshafen 150—200 Bewohner
auf 1 gkm (61), Höxter, Holzminden 200— 350 Bewohner auf 1 qkm (63),
als ein Produkt aus der Zusammenwirkung des industriellen und kommerziellen
 Faktors.

IV. Verkehrsverhältnisse.

Drei große durch die Natur gegebene Verkehrsstraßen bestimmen
die Verkehrsrichtung im Gebiet der südhannoverschen Triasplatte, Diese
sind das Weserthal im Westen, das Leinethal in der Mitte und die
Thalsenke zwischen dem hannoverschen und thüringischen KEichsfelde
im Süden, wobei als Verbindungsweg zwischen den letzten beiden noch
der Straßenzug Northeim— Nordhausen angeführt werden kann, Diesen
vorgezeichneten Linien folgte denn auch der Verkehr des Mittelalters
mit seinen Straßen, und ebenso heutzutage der Schienenweg der Eisenbahnen.

Die Weser galt von jeher für den Verkehr zwischen Italien und
Süddeutschland und den an der Küste gelegenen Hafenstädten als vielbenutzter
 Transportweg. Die Stadt Münden, wo das starke Gefälle der
Werra und Fulda der Schiffahrt Einhalt gebot, mußte sich unter diesen

:) Guthe, S. 399. Der Name Holzhof in Hannover deutet auf die Flößerei
auf der Leine hin.