108

(Gebhietsteil

Westliches Harzvorland . .
(ohne Gandersheim) (7—12)
Rhumethal (13). . .

Hahle- u. Nuthethal . . . ..
(ohne Duderstadt) (10)
Gebiet zwischen Nuthe u. Bergl.
rechts der Leine (16%. 17, 22).

Ellerthal (14. 15) .

Süd- u. Südwestabhang d. Ohmgebirges
 (18—20) . . ..
Oberstes Leinethal ,‚ . . ..
(ohne Heiligenstadt) (281

E. Wagner,

Einwohnerzahl

Zu- oder Abnahme

[871

1895

28 866

1—+ 0,4 (41,7 mit Gandersheim)

10865 + 0,9
5348 ' 410,2

29 002

10760 *

4 853

12888

13 020

+ 1,0 (+ 7,1 mit Duderstadt)


14 556

13 781

53

11043 |

11 406

\—

3.1

6 794

75392

H 10,8 (+ 21,8 mit Heiligenstadt)


der Thäler zu erklären, anderenteils aber, und vielleicht noch wirksamer,
 aus den schlechten Verkehrsbedingungen, die ein Aufblühen
irgend welcher industriellen Thätigkeit ungeheuer erschweren. Denn
da, wo die Verhältnisse sich in dieser Beziehung glücklicher gestalten,
wie in der Umgebung von Duderstadt und am Südwestabhang des
Ohmgebirges, findet sich auch sofort eine Zunahme, und zwar in ersterem
Gebiet ohne Duderstadt um 1,0%, die bei Einrechnung dieser Stadt
mit ihren 26,1% Zuwachs sich auf 7,1% erhöht. Natürlich ist auch
im obersten Leimethal (Umgebung von Heiligenstadt) die Zunahme eine
rege (10,1%). Die Stadt Heiligenstadt selbst hat in derselben Zeit eine
Bevölkerungsvermehrung von 87,1% zu verzeichnen.
In gleicher Weise findet sich die Vermehrung im Gebiet der Leine
von Kirchgandern bis Salzderhelden auf das Thal beschränkt (siehe
nebenstehende Tabelle S. 109).
Die landwirtschaftlich und industriell gleich schlecht gestellten
beiderseitigen Randhöhen haben ein Wachsthum der Bewohnerzahl nicht
zu erzeugen vermocht, sondern vielmehr in den betrachteten 24 Jahren
einen nicht unbeträchtlichen Teil verloren. Dagegen aber ist die Bevölkerung
 des Leinethales mit seinen mannigfachen günstigen Bedingungen
 ebenso wie die der Einbecker Bucht selbst bei Abzug der
größeren Zentren gewachsen. Rechnen wir aber diese Städte (Göttingen
60,9% ,. Nörten 9,9% und Northeim 50,1%) ein, so ergiebt sich für
das Leinethal ein Zuwachs von einem Drittel (38,0%) seiner Bevölkerung
von 1871, während die vom heutigen Fremdenverkehr abgeschnittene
Einbecker Bucht durch die gleichnamige Stadt (4 36,2%) nur auf 13,3%
gebracht wird.
Die ziemlich starke Entvölkerung der seitlichen Höhenzüge des
Leinethales ist sicher in vieler Beziehung durch die anziehende Wir-