hygienischer und nicht zuletzt in allgemein sozialer Hinsicht — bositzt,
war es eine nicht zu umgehende Pflicht der Heeresverwaltung, Mittel
and Wege zu finden, um die Untersuchungsergebnisse der sich zum
sinjährig-(reiwilligen Dienst meldenden jungen Leute zu einer 'statistischen
 Bearbeitung verwertbar zu machen.
Die Schwierigkeiten, welche sich einer Sammlung des diesbezüglichen
 Materials entgegenstellten, waren nicht gering und sind bedingt
durch die Bestimmungen über die Ableistung des einjährig-freiwilligen
Militärdienstes überhaupt.
Gemäß Ziffer 8 der „Dienstanweisung zur Beurteilung der Militärdienstfähigkeit“
 sind zwar besondere Listen vorgeschrieben, welche
die Truppensanitätsoffiziere über jeden sich zu genanntem Dienst
Meldenden auszufüllen haben. Eine einfache summarische statistische
Aufbereitung dieser Listen würde aber zu durchaus falschen Ergebnissen
geführt haben. Es kommt oft vor, daß sich ein junger Mann bei einem
Truppenteil zum Dienst meldet und für untauglich erklärt wird; er
meldet sich darauf an einer anderen Stelle und kann dort als tauglich
angenommen und eingestellt werden; die nicht zu vermeidenden verschiedenartigen
 Auffassungen der untersuchenden Sanitätsofliziere über
den Einfluß mancher Körperfehler auf die Militärtauglichkeit, die
Vorschrift der Heerordnung ($ 5,5), daß an junge Leute, welche
freiwillig zum Waffendienst eintreten wollen, die zulässig geringsten
körperlichen Anforderungen gemacht werden dürfen, endlich die verschiedenen
 Anforderungen an die körperliche Rüstigkeit bei den einzelnen
Waffengattungen, geben hierfür eine ausreichende Erklärung ab. Aber
auch, wenn ein zum einjährig-freiwilligen Dienst Berechtigter von
mehreren Truppenteilen als untauglieh abgewiesen ist, so kann er doch
später noch bei der behufs endgültiger Regelung seiner Militärverhältnisse
erfolgenden Vorstellung vor der Ober-Ersatzkommission von dieser für
‘auglich zum aktiven Waffendienst erklärt werden.
Es erhellt, daß sich bei dieser Sachlage aus den Freiwilligen-Untersuchungslisten
 der Truppen-Sanitätsoffiziere kein brauchbares Material
zewinnen ließ; zahlreiche Doppelzählungen ein und desselben Mannes
wären nicht zu vermeiden, und über diejenigen, welche von der Öber-Ersatzkommission
 ihre endgültige Beurteilung als untauglich erhalten,
wäre auf diesem Wege überhaupt keine Kenntnis zu erhalten gewesen.
So blieb für eine zuverlässige Statistik einzig und allein die Zählkartenmethode
 über, indem über jeden jungen Mann, der sich zum einjährigfreiwilligen
 Dienst meldet, an jeder Stelle, wo er untersucht wird, eine
Zählkarte ausgefüllt wird; auf diese Art ließ sich allein das endgültige
Urteil des einzelnen, ob tauglich oder dauernd untauglich, feststellen.