Materials über die Körperbeschaffenheit der zum einjährigen Dienst
verechtigten Militärpflichtigen entgegenstanden, welche Schwierigkeiten
aber auch die Aufbereitung der Zählkarten selbst bereitete. Da nach
lem Gesagten über zahlreiche Leute, je nach ihren Meldungen bei
verschiedenen Truppenteilen bzw. ihrer Untersuchung beim Ober-Ersatzgeschäft,
 2, 3 oder noch mehr Zählkarten vorlagen, so galt es zuaächst,
 neben der sonstigen Ordnung der Karten nach den verschiedenen,
der Bearbeitung zu Grunde zu legenden Richtungen die Doppelkarten
über ein und denselben Mann herauszufinden und zu vereinigen).
Nach Aussonderung der Doppelkarten blieben aus dem Zeitraum
7on 1904—1906, aus dem das Material zur Bearbeitung herangezogen
werden konnte, die Zählkarten über 80454 untersuchte, zum
3injährigen Dienst berechtigte junge Leute übrig. Von diesen
waren nach den Zählkarten 27804 als zeitig untauglich erklärt: es
ist nicht unwahrscheinlich, daß ein erheblicher Prozentsatz von diesen
.NZzwischen eine endgültige Entscheidung erhalten hat, doch ist es, wie
2ach den obigen Ausführungen über die neu eingeführte Kennzeichnung
der Zählkarten über die beim Öber-Ersatzgeschäft untersuchten Leute
arklärlich, bei der Kürze der Zeit nicht möglich, ein Urteil darüber
zu gewinnen, ob diese zeitig Untauglichen schließlich doch noch tauglich
zum aktiven Dienst geworden, oder ob sie als dauernd untauglich erklärt
worden sind. ‘Aus diesem Grunde sind diese 27804 zeitig Untauglichen
bei den weiteren Untersuchungen außer Betracht gelassen und
letztere nur auf die 52650 endgültig Abgefertigten ausgedehnt.
Die Unsicherheit über die große Zahl der zeitig Untauglichen macht
sich jedoch auch bei den Untersuchungen über die endgültig Abzefertigten
 insofern störend bemerkbar, als die Berechnung des Prozentverhältnisses
 zwischen Tauglichen und dauernd Untauglichen natürlich
aicht ganz den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen kann; die Zahl
der Untauglichen ist wahrscheinlich zu klein, da eben die aus der
Zahl der zeitig Untauglichen für dauernd untauglich Erklärten bei der
Berechnung nicht berücksichtigt werden konnten. Es muss einer nach
Mehreren Jahren in Aussicht zu nehmenden erneuten Bearbeitung des

1) Die Auszählung der Karten und die Aufstellung der umfangreichen Listen
18w. ist zum großen Teil in der sanitäts-statistischen Abteilung bei der Kaiser
Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen (Vorstand: Oberstabsarzt
 z, D. Professor Dr. Salzwed 81) ausgeführt worden. Außerdem beteiligten
3ich an den Vorarbeiten in dankenswerter Weise die Stabsärzte an der Kaiser
Wilhelms -Akademie Flemming, Friedheim, Wagner, Pochhammer, Saar,
Thiemich, Stier, Scholz, Koch, Hillebrecht, Bertkau, Eckert und
Calähne.