was man wohl kaum als einen Zufall ansehen kann, sondern als
einen gewissen ungünstigen Einfluß des Gymnasiums auf die körperliche
 Entwickelung seiner Schüler aufzufassen berechtigt ist.
Wie erklären sich nun diese eigenartigen, auf den ersten Blick
etwas verwickelten, im Grunde aber durchaus klaren Verhältnisse?


Werfen wir nochmals einen Blick auf die kleine Tabelle S. 25,
so sehen wir, daß in den Schulbesuchsgruppen I und II die Tauglichkeitsquoten
 bei den Zwischenzeiten von 2—-5 bzw. 1—383 Jahren
auffallend hoch sind; 80—90 %, und noch etwas darüber aller jungen
Leute, die zu diesen Gruppen gehören, sind als tauglich befunden,
während der Gesamtdurchschnitt nur 65 beträgt. Diese ganz enorme
Höhe der Tauglichkeitsprozente mag zwar z. T. auf die relativ geringeren
 Anforderungen an die Körperbeschaffenheit bei den zum freiwilligen
 Dienst sich meldenden jungen Leuten zurückgeführt werden
können; immerhin überragen die genannten Prozentsätze den Durchschnitt
 so bedeutend, daß dies allein als ausreichende Erklärung
kaum gelten kann. Man wird vielmehr noch nach andern Gründen
suchen müssen, und da dürfte zuerst daran zu denken sein, daß von
den jungen Leuten, welche frühzeitig oder wenigstens zu
normaler Zeit die Schule beendigen, sich in den ersten
Jahren nach ihrer Schulentlassung überhaupt nur solche
zum Dienst melden, welche von vornherein körperlich
kräftig sind, oder sich wenigstens kräftig genug fühlen, um
den Anstrengungen des Dienstes gewachsen zu sein. Durch
diese gewissermaßen natürliche Auslese sammeln sich in den
späteren Jahren die schwächlicheren Leute und solche mit offensichtlicheren
 Fehlern usw. in stärkerem Maße an, wodurch naturgemäß
die Tauglichkeitsquoten erheblich heruntergedrückt werden, So erklärt
 sich auch, daß der Unterschied zwischen den "Tauglichkeitsquoten
 in den einzelnen Zwischenzeitgruppen mit der Länge der
Schulzeit geringer wird; während die Differenz zwischen der Gruppe
B und D bei einer Schulzeit bis zum 16. Lebensjahre 39,1 %,, bei
einer Schulzeit bis zum 17.—19. Lebensjahre noch 34,9 %, beträgt,
stellt er sich in der II. Gruppe bei einer Schulzeit bis zum
20. Lebensjahre und darüber nur auf 22 %,. Die Angehörigen
der letztgenannten Gruppe; welche so spät die Schule verlassen,
können eben aus den verschiedensten leicht erklärlichen Gründen
vielfach ihre Dienstzeit nicht so lange hinausschieben, so müssen sich
von ihnen zahlreichere junge Leute zum Dienst melden, auch wenn
über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit Zweifel obwalten — WO-