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Jurch natürlich die Tauglichkeitsprozente auch schon in der Gruppe
der kürzeren Zwischenzeiten ungünstiger beeinflußt werden.
Aber ganz allein diesen Faktor — dem freiwilligen Hinausschieben
 der Meldung zum Dienst seitens der schwächlicheren usw.
jungen Leute — die konstante Abnahme der Tauglichkeit mit zunchmender
 Länge der Zwischenzeit zuzuschieben, ist doch wohl kaum
angängig.
Es ist den obigen Ausführungen gegenüber zu bedenken, daß
auch mancher, der mit Sicherheit auf Befreiung vom Dienst rechnen
kann, die Regelung seines Militärverhältnisses möglichst frühzeitig erstreben
 und sich daher sobald wie möglich zur Untersuchung melden
wird. Dann ist aber auch die Abnahme der Tauglichkeitsprozente,
je länger die Zeit nach der Schule währt, zu konstant und zu gleichmäßig
 nachweisbar, als daß sie allein durch die Wirkung dieses einen
yillkürlichen Faktors erklärt werden könnte.
Es müssen also wohl noch andere Umstände mitsprechen, die
ım so stärker die körperliche Entwickelung zu beeinträchtigen gezignet
 sind, je weiter die Schule zurückliegt.
Es ist nun eine für die unteren sozialen Schichten bereits
statistisch nachgewiesene Tatsachel), daß die Zeit des Ueberganges
7on der Schule in den Beruf, die Lehrlingszeit, sich durch eine besonders
 hohe Morbidität und Mortalität auszeichnet. Aehnliche Verhältnisse
 dürften auch bei den Angehörigen der höheren sozialen
Schichten, den Besuchern der höheren wissenschaftlichen oder Fachschulen,
 bis zu einem gewissen Grade obwalten.
Die Gründe hierfür sind in beiden Fällen wohl annähernd die
zleichen. Der Schüler steht, solange er die Schule besucht, entweder
in der Obhut des Elternhauses oder lebt wenigstens in der Aufsicht
ınterliegenden Pensionen usw.; auch diejenigen jungen Leute, welche
schon während der Schulzeit ein etwas selbständigeres Leben zu
führen Gelegenheit haben, sind doch immerhin durch den Zwang der
Schulordnung oder — wenn diese sich ja auch oft umgehen lassen
wird — doch durch den Zwang der Arbeit zur Erreichung des gesetzten
 Zieles zu einem einigermaßen regelmäßigen Lebenslauf angehalten.
 Ausnahmen hiervon, welche natürlich vorkommen, dürften im
großen und ganzen vereinzelt sein und die Richtigkeit der obigen
Annahme für die Durchschnittsmasse kaum einzuschränken vermögen.
Anders gestalten sich aber die Dinge, wenn der Schüler den
1) Fr. Prinzing, Die hohe Morbidität der Lehrlinge und jüngeren Gehülfen
 in vielen Berufen. Zeitschr. f. soziale Medizin. Herausgeg. von Grotiahn
und Kriegel. Bad. II. 1906. S. 37.