II. Ueber die verschiedenen Grade der Untauglichkeit.

Die summarischen Ergebnisse über Tauglichkeit und Untauglichkeit
 haben wohl einen allgemeinen Ueberblick über die Körperbeschaffenheit
 der zum einjährigen Dienst Berechtigten jungen Leute zu
geben vermocht, ein tieferes Erfassen der fraglichen Verhältnisse, insbesondere
 der bei den verschiedenen Schulen wirksamen Einflüsse usw.
wird sich aber erst gewinnen lässen aus einer Untersuchung, welcher
Grad von Untauglichkeit vorgelegen hat bezw. welche körperlichen
Fehler und Gebrechen im einzelnen die Untauglichkeit bedingt haben.
Es ist nicht möglich, alle in Betracht kommenden Körperfehler,
wie sie die Anlage 1 der Heerordnung aufführt, für jede Schule aufzuzählen,
 zumal ein großer Teil der als Untauglichkeitsgrund auf den
Zählkarten angegebenen Krankheitszustände nur vereinzelt vorkommt
and daher ‚für die Beurteilung der Körperbeschaffenheit unserer Militär-»ichtigen
 ohne Bedeutung ist. Es werden daher im folgenden nur
diejenigen Fehler zahlenmäßig nachgewiesen und gruppenweise besprochen
 werden, welche nach ihrer Häufigkeit im ganzen oder bei
ainzelnen Schulen oder auch nach der Art des ihnen zu Grunde liegenden
Krankheitsprozesses besonderes Interesse beanspruchen können.

Zunächst sei in der folgenden Uebersicht kurz angegeben, wie
sich die als dauernd untauglich erklärten Leute auf die verschiedenen
arade der Dienstuntauglichkeit verteilen, und zwar nach den
Anlagen 1 A\—E der H.0., wobei bemerkt sei, daß die Anlage
LA solche Fehler enthält, welche an sich die Fähigkeit zum Dienst
mit der Waffe nicht aufheben; nur bei besonders starkem
feryortreten oder bei dem Vorliegen mehrerer Fehler darf nach
dieser Anlage die Diensttauglichkeit als ausgeschlossen angesehen
 werden;
Solche Fehler enthält, welche die Fähigkeit zum aktiven Dienst
mit der Waffe ausschließen, den Dienst in der Ersatzreserve
aber noch gestatten (bedingte Tauglichkeit);
Ygröffentl, aus dem Gebiete des Milit-Sanitätsw. 40 Hoft.

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