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Untersuchung behufs Einstellung zum Militärdienst festzustellen sind,
auch vielfach von den betreffenden Leuten ihre Beschwerden aus den
verschiedensten Gründen verschwiegen werden. Man kann also wohl
die berechneten Zahlen kaum als der Wirklichkeit entsprechend
ansehen.
Auffällig gering erscheinen auch die als Verbiegungen usw.
der Wirbelsäule zusammengefaßten Zustände. Ks erschien von
Interesse, diese Fehler besonders zu untersuchen, da auch für diese
gerade der Schulbesuch als Entstehungsursache angesprochen wird.
Mit Rücksicht hierauf muß, wie gesagt, ihre geringe Zahl an sich
überraschen, und man kann wohl aus den geringen Unterschieden
auch keinen Schluß auf irgend welchen Einfluß bestimmter Schulen
ziehen.
Die übrigen in der Tabelle S. 50/51 aufgeführten Krankheitsgruppen
sind bei der Verteilung auf die einzelnen Schulen durchweg so selten
vertreten, daß ihre Aufzählung und Besprechung im einzelnen sich
erübrigt.

5.

Von besonderem Interesse würde es sein und für manche der
besprochenen Zahlenverhältnisse erst das . rechte Verständnis geben,
wenn man für jede einzelne Schule und jede Krankheitsgruppe den
Einfluß der Länge des Schulbesuches und der Zwischenzeit
zwischen Schulentlassung und Untersuchung feststellen könnte.
Leider ist das aus den mehrfach betonten Gründen über die Kleinheit
ler absoluten Zahlen nicht durchführbar; es seien daher zunächst in
der folgenden Tabelle (S. 56) nur die entsprechenden Angaben für die
Gesamtsummen gebracht.
Die Uebersicht bietet sehr auffällige Ergebnisse dar. Die Zustände
 der allgemeinen Schwächlichkeit, schwacher Brust usw.
als Untauglichkeitsgrund nehmen in den 3 Gruppen betr. ‘die Länge
des Schulbesuches nicht nur nicht zu, sondern sogar merklich ab;
von den jungen Leuten, die die Schule nur bis zum 16. Lebensjahre
besucht haben, waren 15,2 %,, von denen, die bis zum 20, Lebensjahre
 und mehr auf der Schule waren, nur 11,2 %, wegen der geaannten
 Leiden untauglich zum aktiven Dienst. Dagegen nehmen
diese Zustände mit zunehmender Zwischenzeit zwischen Schulentlassung
 und militärärztlicher Untersuchung stetig und sehr bedeutend
zu; von denjenigen, die sich im ersten Jahre nach Abschluß ihreı
Schulstudien zum Dienst meldeten, waren nur 4,5%, von denjenigen,
die mehr als 5 Jahre verstreichen ließen, 19,4 %, deswegen untaug-