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nur gering; die Gruppen der kleinen Leute bis 165 cm sind noch
etwas stärker besetzt, die mittleren und die großen Leute bis 180 cm
sind etwas weniger zahlreich, die ganz großen Leute weisen wiederum
einen stärkeren Anteil auf.
Dieses Ergebnis kann wohl als überraschend angesehen werden.
Es ist eine durch mehrfache Untersuchungen bewiesene Tatsache,
daß unter den Leuten mit ausgesprochenen Lungenkrankheiten oder
wenigstens mit ausgesprochener Disposition zu einer solchen die
höheren Körpergrößen zahlreicher vertreten sind als bei Leuten ohne
derartige Krankheiten oder Krankheitsanlage).
So konnte man zunächst vermuten, daß sich die gleichen Verhältnisse
 auch bei den ausdrücklich wegen allgemeiner Schwächlichkeit,
 schwacher Brust und wegen Krankheiten der Lungen und des
Brustfelles Untauglichen ergeben würden. Aber gerade das Gegenteil
 ist der Fall; nur die ganz großen Leute über 180 cm sind etwas
zahlreicher, sonst sind gerade die großen und mittleren Leute von
166—180 cm weniger zahlreich und die kleinen Leute bis 165 cm
zahlreicher vertreten.
Nun muß man ja dabei berücksichtigen, daß unter den in obigen
Untauglichkeitsgruppen zusarmhmengefaßten Leuten sich nicht wenige
befinden, bei denen es sich nur um ein Zurückgebliebensein der
ganzen körperlichen Entwickelung, schwache Muskelentwickelung usw.,
ferner um eine Schwächung des Körpers nach kurz vorher überstandenen
 Krankheiten handelt. Aus den Zählkarten ließen sich nähere
Einzelheiten nicht ersehen. Vielleicht würde sich der Anteil der
Größengruppen anders und zwar zugunsten der großen Leute verschoben
 haben, wenn man nur die wegen ausgesprochener Lungenkrankheiten
 Untauglichen berücksichtigt hätte, Bei der Schwierigkeit
der Abgrenzung dieser verschiedenen Zustände und bei der‘ verhältnismäßig
 geringen Zahl der auf den Zählkarten notierten Lungenleiden
(rund 800) ist von einer diesbezüglichen, gesonderten Auszählung
Abstand genommen. Es muß weiteren Untersuchungen vorbehalten
bleiben, über diese Verhältnisse Klarheit zu verschaffen.

1) Vergl. z. B. Gottstein, Statistische Tabellen über den Brustumfang der
Phthisiker, Medizinische Reform, 1905. S. 14. — Schwiening, Ueber Körpergröße
 und Brustumfang bei tuberkulösen und nichttuberkulösen Soldaten. Deutsche
militärärztl. Zeitschr. 1906, No. 5. — Florschütz u, Mollwo, Die Konstitutionsminderwertigkeit
 in ihrer Bedeutung für die frühzeitige Feststellung des Vorhandenseins
 einer Veranlagung zur Tuberkulose. Zeitschr, f. d. gesamte Versicherung
 s- Wissenschaft. Ba. VII. 1908. S. 508.