41

3 67 für die Gesamttauglichkeitsziffern festgestellt ist, so ergeben
sich nicht unbedeutende Abweichungen, die am geringsten bei den
Leuten von 166—175 cm sind; bei diesen stehen insbesondere die
yleichen Staaten über und unter dem Reichsdurchschnitt, wie auf S. 67,
die gleichen Staaten weisen die höchsten und auch die niedrigsten
Tauglichkeitsziffern auf. Die obige Bemerkung, daß die Tauglichzeitsquote
 in erster Linie durch die mittelgroßen Leute bedingt wird,
wird also hierdurch bestätigt.
Größer sind die Abweichungen in den beiden anderen Größengruppen,
 ohne daß man besondere Regelmäßigkeiten feststellen
könnte.
Was das Verhältnis der Tauglichkeitsziffern in den 3 Gruppen
zueinander betrifft, so zeigen sich einige eigentümliche Verschiedenheiten
 bei den einzelnen Geburtsstaaten.
Bei den preußischen Provinzen (einschl. der dazu gerechneten
Staaten) zeigt sich durchweg das gleiche Verhalten wie im Gesamtdurchschnitt,
 daß die kleinen Leute die wenigsten Tauglichen gehiefert
haben; die mittleren und großen weisen im allgemeinen nur rocht
geringe Unterschiede auf, in 7 Provinzen haben die großen, in
6 Provinzen die mittleren Löute. die überhaupt höchste Tauglichkeitsiffer
 gehabt.
Bei den übrigen Staaten liegen die Verhältnisse ähnlich, nur überwiegen
 bei ihnen die Tauglichen bei den mittleren Leuten in stärkerem
Maße. ;
Ganz anders ist os dagegen bei den bayerischen Bezirken. Zwar
haben auch hier die mittleren Leute die günstigsten Tauglichkeitsziffern,
 aber in Südbayern stehen nicht die kleinen Leute am
schlechtesten, sondern die großen; im Gesamtdurchschnitt für Bayern
zeigen dann auch die großen und kleinen Leute fast die gleiche Tauglichkeitsquote.

Ein solches Verhalten ist sonst in keinem Gebiete des Reiches
zu beobachten; eine Erklärung dafür ist schwer zu geben, sodaß man
sich zunächst mit der Feststellung dieser eigentümlichen Tatsache
oegnügen muß.

4

Sind nun irgendwelche Einflüsse der Länge des Schulhesuches
 und der Zwischenzeit zwischen Schulbeendigung
ınd Untersuchung, wie wir sie in dem ersten Teil der Arbeit
antersucht haben, auch auf die Gestaltung der Körpergröße
nachweisbar?