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Fehlergruppen hierbei besonders mitsprechen, entzieht sich der Bearteilung.

Was kann man nun aus diesen bisher mitgeteilten Ergebnissen
über das Pignetsche Verfahren schließen?
Es hat sich gezeigt, daß bei der Zugrundelegung von größeren
Massen der Pignetsche Index in der Tat ein verwertbares Mittel
darzustellen scheint, um die durchschnittlich mehr oder minder größere
körperliche Tüchtigkeit verschiedener Gruppen festzustellen; wenn sich
das auch bei weiteren Untersuchungen bestätigt, so würde das eine
nicht unwesentliche Bedeutung beanspruchen können, indem man die
Methode benützen könnte, um die Körperbeschaffenheit von Leuten
verschiedener Berufsgruppen, verschiedener Gebürtigkeit usw. einigermaßen
 zuverlässig vergleichen zu können.
Ob dagegen im Einzelfalle die Berechnung des Pignetschen
Index für die Beurteilung der körperlichen Tauglichkeit viel nützen
wird, erscheint allerdings zweifelhafter. Bei niedrigem Index kann es
wohl einen leidlichen Anhaltspunkt dafür bieten, daß die Leute
körperlich kräftig und tauglich sind — immerhin sind unter den
Leuten, wie die Tabelle S. 100 zeigt, doch auch schon eine Anzahl
von schwächlichen und namentlich lungenkranken Personen gefunden
worden, so daß das Vorliegen eines niedrigen Indexes durchaus noch
nicht mit Sicherheit gegen das Bestehen einer ernsteren organischen
Erkrankung spricht. Diese Schwierigkeiten in der Beurteilung wachsen
aber, je größer die Pignetsche Differenz wird. Denn wenn von den
11512 Leuten mit einem Index von „— 81 und darüber“ noch
4225 Mann tauglich und 2049 Mann nur wegen sonstiger Körperfehler
antauglich waren, so muß man doch sagen, daß die Methode im
Einzelfalle zu praktischen verwertbaren Ergebnissen nicht führt.
Wenn man ja auch zugeben kann, daß unser Material für die
Bewertung der Pignetschen Methode insofern etwas einseitig ist, als
an die zum einjährigen Dienst sich meldenden Leute die verhältnismäßig
 geringsten Anforderungen gestellt werden dürfen, so kann man
doch wohl kaum annehmen, daß die oben genannten 4225 bzw.
2049 Leute unter strengerem Maßstabe untauglich gewesen wären
oder wenigstens eine so schwächliche Konstitution besessen haben, daß
sie für die Zukunft ernstere Gefahren für ihre Gesundheit erwarten
ließen.

Es zeigt sich auch hier wieder, wie Verfasser in seiner bereits
venannten Arbeit für andere Methoden erörtert hat, daß derartige
Formeln wohl bei dem Durchschnitt von großen Massen gewisse
RPevelmäßigkeiten erkennen lassen, daß aber doch die Abweichungen