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mit einem Index „über — 30“ nur 53 tauglich == 14,7%, So waren
in der Größengruppe über 180 cm von 1028 Mann mit gleichem Index
447 — 43,5%, tauglich. Rechnet man noch die wegen sonstiger
Körperfehler Untauglichen hinzu, so ist von den kleinen Leuten bei
141 =— 39,1%, von den ganz großen bei 570 = 55,4% kein Zustand
 festgestellt worden, welcher auf besondere körperliche Schwächlichkeit
 oder Neigung zu Lungenerkrankungen hingewiesen hätte.
Etwas zuverlässiger gestaltet sich das Ergebnis, wenn man nur
die Leute mit dem höchsten Index (über — 35) in Betracht zieht,
immerhin sind bei den ganz großen Leuten auch hier nur 64,4%
wegen Schwächlichkeit usw. für untauglich erklärt, während bei 35,6%,
also über einem Drittel, ein derartiger Zustand nicht notiert war.
Es kann also hier nur wiederholt werden, daß für den Einzelfall
die Pignetsche Methode nur vereinzelt, d. h. bei kleinerer Körperlänge
 sich als brauchbar erweisen dürfte, daß sie aber bei größeren
Leuten zu versagen scheint.
Daß dem so ist, kann im Grunde genommen nicht überraschen.
Villaret!) hat an der Hand von über 40000 Einzeluntersuchungen
nachgewiesen, daß die Differenz zwischen Körpergröße (in cm) und
Körpergewicht (in kg) um so größer war, je größer die Untersuchten
waren. Verfasser?) hat ferner — in Bestätigung früherer Erfahrungen
 — gezeigt, daß auch die Differenz zwischen Körpergröße
and Ausatmungsbrustumfang mit steigender Körperlänge ganz konstant
und erheblich zunimmt. Es ist also einleuchtend, daß die Differenz
zwischen Körperlänge einerseits und Brustumfang und Körpergewicht
andererseits, wie sie Pignet seiner Methode zu Grunde legt, schon
zanz normaler Weise mit steigender Körpergröße etwas zunehmen
muß, da eben Brustumfang und Gewicht mit dem Längenwachstum
nicht gleichen Schritt halten.
Jedenfalls beweisen die obigen Ausführungen, daß man bei Benutzung
 der Pignetschen Methode die Körpergröße nicht außer Acht lassen
larf, wodurch natürlich auch die S. 102 besprochene Möglichkeit ihrer
Anwendung zum Vergleich verschiedener Bevölkerungs- usw. Gruppen
ne Einschränkung erfährt. —
Wenn in folgendem die Ergebnisse einiger weiterer Untersuchungen
iber das Verfahren gebracht werden sollen. so geschieht es. weil trotz

1) Villaret, Körpergröße und Körpergewicht. Deutsche militärärztl. Zeit
schrift. 1905. S. 474.
2) Schwiening, Ueber Körpergröße und Brustumfang bei tuberkulösen
äınd nichttuberkulösen Soldaten. Ebendas. 1906. S. 273.