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Dorfschule . . 1,4%
Elementarschule . 6,7 „
Mittelschule . . 10,3 ,
Realschule .‘ . 19,7 „
Gymnasium . . 262 „i

In den Realschulen fand sich von Sexta bis Prima ein Anstieg
bis 44 %: in den Gymnasien bis 55,8 %,, einmal sogar bis 64,8 %.
Spätere Untersuchungen haben keine wesentlichen Aenderungen ergeben,
 einige Ausnahmen günstigerer Zahlen nicht zu rechnen (z.B.
Kadettenkorps, Sanitäts-Bericht 1884/88, S. 136ff.).
Es ist schon an sich ein zweifelhafter Vorzug der auf höheren
Schulen gebildeten jungen Leute; daß die Augen Gefahr laufen, an
Kraft ihrer Leistung einzubüßen; ein grüßerer Nachteil aber erscheint
28, daß schon bei Beginn des Studiums die höhere Ausbildung für
den Beruf oft eine Störung erleidet, daß die geistige Arbeitskraft im
Beruf eine Beschränkung erfährt, einzelne Berufszweige überhaupt
nicht zugänglich sind. Noch beklagenswerter ist es, daß unsere
gebildete Jugend für ihren Beruf körperliche Fehler mitbringt, welche
sich nach der Schulzeit steigern und Spannkraft wie Leistungsfähigkeit
 schwächen können. Die militärischen Behörden aber haben an
diesen beklagenswerten Verhältnissen ihr besonderes Interesse, als
sehr viele junge Leute mit der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen
Dienst wegen Augenleiden bzw. Augenfehler den Anforderungen nicht
entsprechen. Die Augen-(Brechungs-)lehler stehen mit 3,6 % aller
Abgefertigten an dritter Stelle (vgl. S. 44). Es werden wegen Augenfehler
 sogar 10,3 % aller Untauglichen entlassen. Es bedarf kaum
der Erörterung, daß die höhere Schulbildung nach Art und Dauer
Schuld daran trägt, daß wir bei den zum einjährig-freiwilligen Dienst
berechtigten jungen Leuten diese ungünstigen Verhältnisse vorfinden.
Während bei der Musterung, Aushebung, Einstellung der Heerespflichtigen
 die Prüfung des Sehorgans nur seltener Schwierigkeiten bereitet,
 nimmt dieser Teil der Untersuchung bei den Kinjährig-Freiwilligen
 die meiste Zeit in Anspruch. Von 100 dauernd zum aktiven
Dienst Untauglichen sind gegen 10,3 % KEinjährig-Freiwillige nur
1,4 °%, sonstige Militärpflichtige zu finden.
Unter diesen Umständen lag es nahe, auf der Zählkarte für Ein-Jährig-Freiwillige
 den häufigen Augenfehlern durch genauere Befundangaben
 Rechnung zu tragen. Es kommt bei der Untersuchung des
Sehorgans im wesentlichen auf die Sehleistung an, und zwar getrennt
für beide Augen: dementsprechend lautet die Frage im Formular: