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Befund an den Augen,
Sehschärfe rechts ............................ links
Stwaige Brechungsfehler oder sonstige Veränderunger
rechts ... links

Ein sorgfältiger Untersucher fand hier Gelegenheit, seinen Befund
an den Augen klar und übersichtlich einzureihen; außerdem bot die
weitere Rubrik „Sonstige Fehler .....................“ noch Platz für Augenfehler,
 welche z. B. das Sehvermögen nicht beeinträchtigen, schließlich
 blieb noch übrig, die Nummer der Anlage 1 A bis E der Heerordnung
 in die Spalte: „Untauglich wegen u.“ einzutragen.
Bei dieser Ausführlichkeit der Befundangaben in Augenfehlern
war zu erwarten, daß nach dieser Richtung das statistische Material
sehr wertvoll und ergiebig werden würde,
Wenn man einige Tausende der Zählkarten durchmustert, zeigt
sich, daß Fehlerquellen trotz aller Sorgfalt nicht zu vermeiden gewesen
 sind,
Zunächst ist jede Sehprüfung, wie sie, zumeist mit Brillenkasten.
ausgeführt wird, eine subjektive Methode, abhängig von der Aufmerksamkeit
 des Untersuchten, von individueller Disposition, z. B. Ermüdung,
 Erregung, von der Art der Beleuchtung, von den Sehproben.
von der Uebung des Untersuchers in schwierigen Fällen von Sehprüfungen.
 Eine objektive Kontrolle durch Schattenprobe, ophthalmoskopische
 Untersuchung des Augenhintergrundes im aufrechten Bild
usw. wird selten ausgeführt; oft fehlt es an Zeit, an Uebung, am
Instrumentarium, Dunkelraum usw. Und wenn Sanitätsoffiziere mit
augenspezialistischer Vorbildung sich Zeit und Mühe geben, die genauesten
 Resultate zu ermitteln, so läßt sich diese Forderung nicht
allgemein aufrecht erhalten. Ueberhaupt scheint jede Prüfung eines
Sinnesorganes auf seine Leistungsfähigkeit gewisse Grenzen zu haben,
welche nicht bloß gezogen sind durch die Unzulänglichkeit der
Apparate und mangelnde Uebung, sondern auch durch mannigfache,
nicht zu beeinflussende. Momente. Es wird ja auch bei den gewöhnlichen
Untersuchungen etwaige latente Hyperopie, Akkommodationsvermögen,
Farbensinn nicht geprüft. . Trotzdem scheinen mir die Ergebnisse
durch ihre Menge, durch annähernde Genauigkeit an statistischem Wert
nicht wesentlich einzubüßen.
Auch sei erwähnt, daß die Angaben bisweilen unvollständig sind,
da man z. B. bei voller Sehschärfe des rechten Auges die geringe
Sehschwäche des linken Auges nicht genau nach Ursache zu ergründen
suchte.