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Die 1. Gruppe gewährt einen Ueberblick darüber, wie viel
Junge Leute überhaupt auf den höheren Schulen Augenfehler haben;
es ist ja leider eine traurige Erfahrung, daß mit der gesteigerten
Kultur, mit der höheren geistigen Bildung unter den Sinnesorganen
besonders das Auge in seiner Leistungsfähigkeit geschädigt wird.
Will man diesem Uebel energisch beikommen, mit schulhygienischen
Maßnahmen, oder mit Vorschlägen zur Schulreform, so bedarf es,
um durchzudringen und zu überzeugen, statistischer Resultate,
warnender Zahlenreihen, welche auch dem Zweifler die Notwendigkeit
Aringender Abhilfe klar vor Augen führen.
Die 2. Gruppe liefert diejenigen, welche wenigstens auf einem
Auge, mit oder ohne Glas, volle Sehschärfe haben, d. h. die Leistung
des Sehens entspricht den Anforderungen. Es werden in dieser
Gruppe zwar nicht Alle zum Militärdienst tauglich sein, denn es gehören
 z. B. Fälle mit Kurzsichtigkeit über 6,5 D und gleichzeitiger
5 = %, Fälle von einseitiger Blindheit bei voller Sehschärfe des
anderen Auges hinein. Junge Leute, welche S = %%, beiderseits ohne
jede Korrektur aufwiesen, sind nicht gezählt, es schleicht sich hier ein
kleiner Fehler ein, welcher praktisch aber nicht sehr in das Gewicht
lällt. Es wäre ja möglich, daß S = %g, eine empirische Größe,
bereits. schon eine Herabsetzung darstellt, daß der Betreffende eigentlich
5 &gt;1 haben müßte oder gehabt hat, auch ist die latente Hyperopie
aicht eingerechnet, welche als Brechungsfehler gilt und nur mit
Atropin bei völliger Ausschaltung der Akkommodation zu ermitteln ist.
Die 3. Gruppe gibt ein Bild, wie verbreitet die Sehschwäche
beiderseits ist; es handelt sich hier also um einen nicht zu korrizierenden
 Ausfall beiderseits, die Sehleistung ist beeinträchtigt. Die
Gruppe 1 stellt also die Summe der Gruppen 2 und 3 dar.
In der 4, Gruppe wird die wichtige Frage nach der Verbreitung
der Kurzsichtigkeit auf den höheren Schulen beantwortet; werden; an
einem so umfangreichen Material (nach abgeschlossener Schulzeit) ist
dieses, sonst schon wiederholt bearbeitete Thema nicht erörtert worden.
Es gibt uns ein Gesamtbild, welche Schäden für das Auge der Besuch
der höheren Lehranstalten in Deutschland mit sich bringt, welche Einfüsse
 die Kurzsichtigkeit auf Berufsleben und Wehrfähigkeit ausübt,
Eine Teilung in diesen 4 Gruppen nach Tauglichkeit und Untauglichkeit
 erschien nicht geboten, da ja die dauernd Untauglichen
besonders nach den entsprechenden Nummern der H.0. 1D und E25
(Herabsetzung der Sehschärfe), 1 D 26 (Kurzsichtigkeit), 1 D und
E27, ausgezählt worden sind und zuletzt besprochen werden sollen.
Es haben diese Zahlen namentlich militärärztliches Interesse, weil sie