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3. Augenfehler bei den zum einjährig-freiwilligen Dienst
berechtigten jungen Leuten, welche Gymnasien besucht haben.
Es ergab sich folgende Tabelle:

Von den zum einjährig-freiwilligen Dienste im Heere
Berechtigten (Gymnasien)

il. hatten Fehler des Sehvermögens. ... .. ,
2. hatten nach Ausgleich etwaiger Brechungsfehler auf einem
oder beiden Augen volle Sehschärfe, . . ..
3. litten an Sehschwäche auf beiden Augen . . ...
£. litten an Kurzsichtigkeit auf einem oder auf beiden
Augen .0.0.0. e
der endgültig Abgefertigten.

Ahs.

1/5

12 063

47,8

7 965
4. 098

81,5
16.2

9310 | 36,9

Es ist also annähernd die Hälfte aller Abgefertigten mit Fehlern
des Sehvermögens behaftet (47,8 %/,); es ist dies für unsere Gymaasien
 ein sehr beschämendes Resultat, welches zu ernstem Nachlenken
 über die Ursachen dieses Uebelstandes herausfordert.
Unter den 47,8 % waren noch immerhin zwei Drittel 31,5 %, bei
jenen die Sehschärfe wenigstens auf einem Auge voll gefunden
wurde, Für diese mag die Leistung des Sehens gut sein, da man ja
auch mit einem guten Auge z. B. vorzüglicher Schütze werden kann;
aber die Vorteile des binokularen Sehaktes, das stereoskopische Sehen,
das Entfernungsschätzen fallen mehr‘ oder weniger fort, auch ist die
Ausdauer des Nahesehens durch schnellere Ermüdung beeinträchtigt.
Wer in Gruppe 2 volle Sehschärfe beiderseits nach Korrektur des
Brechungsfehlers hatte, genießt zwar die Vorteile des binokularen
Sehens, lebt aber in steter Abhängigkeit von seiner Brille, einer
gläsernen unentbehrlichen Stütze: Ein Drittel, 16,2 %, hat Sehschwäche
 beiderseits, welche von ‘bestimmter Grenze an sich nachteilig
 fühlbar macht, ob nun Gläser getragen werden oder nicht. Diese
jungen Leute sind für manche Berufsarten, außer dem Soldatenstande,
nicht geeignet z. B. Forstkarriere, Handelsmarine, Maschinentechnik,
Kisenbahndienst.
In der 4. Gruppe stehen die Kurzsichtigen mit 36,9 % aller Abgefertigten;
 legt man die Zahl der Gruppe 1 zugrunde, so ergibt sich,
daß von den 12 063 mit Fehlern des Sehvermögens Behafteten 77,2 %,
an Kurzsichtigkeit litten. Diese Zahlen beweisen, daß auf den Gymnasien
 die Kurzsichtigkeit in einer erschreckenden Weise verbreitet
ist. Vergleicht man das Ergebnis mit früheren Untersuchungen, so
ergibt sich eine von der Art der Untersuchung abhängige Unregel-