— 132 —

neigung, Druckschrift usw. anzuschuldigen; dazu kommt noch das
Tragen ungeeigneter, schlecht sitzender, schlecht gehaltener Brillen
und Kneifer. Ich erwähne nur die von vielen Seiten aufgeworfenen
Klagen der Ueberbürdung; Beschränkung der Unterrichtsstunden, Reform
 der Lehrpläne, Aenderung des Lehrstoffes, Begünstigung eines
vernünftigen Schülersportes usw. Hier müssen Aerzte und Pädagogen
gemeinsam abwägen, einander Rechnung tragend, prüfen und dann
ebenso durchgreifend wie hartnäckig auf Grund statistischen Materials
bessernde Maßnahmen vorschlagen und durchbringen. Es lohnt der
Mühe zu bessern, denn die bisherigen Erfolge sind gering, leider noch
viel zu gering.

b) Augenfehler der zum einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten
 jungen Leute, welche Gymnasien besucht haben,
anter Berücksichtigung der Zwischenzeit zwischen Sehulbesuch
 und Untersuchung.
Es ergeben sich hier sehr wechselnde Resultate, deren Regellosigkeit
 zunächst auffallen muß. Folgende Zahlenreihen lassen sich
tabellarisch aufstellen.

Von den zum einjährigfreiwilligen
 Dienst
Berechtieten

l. Fehler des Sehvermögens.
 . . . .
2. usw. volle Sehschärfe
 . . . ..
3. usw. Sehschwäche |
4. Kurzsichtigkeit . |
9% der Abgefertigten,
welche Fehler des
Sehvermögens hatten {

S
summe

Zwischenzeit
‚Jahre

du. 314 u. 5lübers

92068

9056|

1938! 4820) 3754

7965
1098
9210

1545| 1368 2878| 217«
511° 565| 1442| 1580
1641| 1495| 3247| 299”

77.2 | _ „a w% 3 | WI

4C

CO
der Abgefertigten

(9 1. 314 u. 5lüber5

195,9

48.7

49,3

39.4

28,6
20,8
PA

Man hätte erwartet, daß in den Spalten, welche die Zwischenzeit
geben, die Prozentzahlen abnehmen, da man glauben könnte, daß je
eher die Schule verlassen wird und je größer die Zwischenzeit ist,
die Verhältnisse sich günstiger gestalten und die Augenfehler sich
bessern, zurückgehen und verschwinden. Indessen richtet sich dies
vor allem nach der Tätigkeit, welche nach Abgang von der Schule
folgt, und, da 2 Drittel der wegen Fehler des Sehvermögens abgefertigten
 Gymnasiasten sich dem Studium widmet, also doch mit geringer
 Ausnahme bis OI die Schule besucht hat, so schließen sich
an die bisher vorhandenen Schädlichkeiten der Schule diejenigen des.