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allem auch Bankbeamte, Supernumerare usw. gerechnet. Die Landwirte,
 36,5 %, besuchen seltener das Gymnasium, meist auch nur
bis U HM, die folgenden Jahre erholt sich die weniger geschädigte Sehkraft
 durch ihre Berufsarbeit im Freien und den Mangel an dauernder
Schreibarbeit. In allen Gruppen erkennt man die Abnahme der Prozentzahlen
 in den ersten drei Spalten, am deutlichsten in Gruppe 1
und 4. Deutlicher kann wohl keine Statistik reden für die Tatsache,
daß geistige Arbeit auf den Gymnasien dieselben Schäden dem Auge
zufügt, wie geistige Arbeit überhaupt; es ist das Sehen und Erkennen
der kleinen Objekte in Druck und Schrift unter ungünstigen hygienischen
 Verhältnissen, die andauernde Naharbeit. Untersucht man
Berufszweige der Industrie mit Präzisionsarbeit, z. B. Schlosser,
welche feine Arbeiten liefern, Uhrmacher, Mechaniker, so findet man
ähnliche Verhältnisse, da auch andauernde Naharbeit mit kleinen Objekten
 vorliegt. So fand Walther!) bei 83 Schlossern (Schraubstockarbeitern)
 16 Kurzsichtige = 19,3 %; während derselbe bei
jugendlichen Arbeitern verschiedener industrieller Berufsarten nur
8,1 % durch den Beruf erworbene Schwachsichtigkeit feststellen
konnte. Eine andere Statistik nach Berufszweigen gibt Seggel?,
welcher die Verhältnisse in gleicher Weise beleuchtet. Er fand bei
1600 Soldaten Kurzsichtigkeit
lL. bei den Bauern . . .
2. bei Tagelöhnern und Städtern . .
3. bei Handwerkern und Gewerbsleuten
4. bei Kaufleuten, Schreibern usw. . .
J. bei Einjährig-Freiwilligen , 2... © „
6. bei Gymnasialabiturienten 651

”

Overweg®) untersuchte die Einjährig-Freiwilligen bei der Truppe
und stellte Kurzsichtigkeit in 45 %, gegen 5,6 % bei Ersatzrekruten
fest; ich*) selbst fand 36,9 % gegen 3,3 %. Das Verhältnis war
vel Overweg also 8:1, bei mir sogar 11:1.
Alle diese Zahlen zeigen und beweisen, daß Fehler des Sehvermögens
 und insbesondere Kurzsichtiegkeit (nach unserer Statistik

]) St. A. Walther, Augenuntersuchungen von 2500 Arbeitern verschiedener
industrieller Betriebe. Arch. für Augenheilk. Bd. 42. S. 15.
2) Seggel, Ueber den Einfluß der Beleuchtung auf die Sehschärfe und die
Entstehung der Kurzsichtigkeit. Münchener med. Wochenschr. 1897. S. 1042,
3) Overweg, Beitrag zu dem Vorkommen von Kurzsichtigkeit in der Armee
and Einfluß auf den militärischen Dienst, Festschrift zur 100jährigen Stiftung des
Friedrich-Wilhelm-Instituts, 1895.
4) Nicolai, Ueber die Grenzen des Sehvermögens bei der Augenuntersuchung
 unserer Soldaten. Deutsche mil. Zeitschr. 1904. 8. 2353.