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78,2 9%, bei den Studierenden, 74,7 %, bei den Kaufleuten, berechnet
auf die Zahl der Abgefertigten, welche Fehler des Sehvermögens
haben) unter den Einjährig-Freiwilligen außerordentlich häufig sind.
Es bleibt noch die Frage zu beantworten, welchen Einfluß die Dienstzeit
 auf diese Augenfehler ausübt, da ja Naharbeit für ein Jahr fortfällt,
 im Gegenteil Weitsehen beim Schießdienst, Gelände-Dienst, Entfernungsschätzen
 usw. an die Stelle treten. Es ergibt sich dabei die
günstige Beobachtung, daß eine Besserung des Augenübels eintritt,
daß die Dienstzeit gut macht, was Schule und Beruf verdorben haben.
Överweg!) fand bei scinen Untersuchungen, daß sogar in 50% bei
Myopie mit Herabsetzung der Sehschärfe wieder volle Sehschärle
eintritt, ein sehr günstiges Resultat. Ich habe dieselbe Beobachtung
machen können, besonders auch bei Hyperopen, wenn die passenden
Konvexgläser getragen wurden. Es entspricht dies den sonstigen Erlahrungen,
 daß körperliche Fehler häufig durch die Dienstzeit beseitigt
 und gebessert werden, daß nach geistiger Arbeit, Aufenthalt
in Klassen, Bureaus usw. die Bewegungsfreiheit in frischer Luft dem
Körper in den Entwicklungsjahren ersprießlich ist und die Jugend für
den Beruf stählt und kräftigt. Das Auge ist für das Sehen nah und
[ern eingerichtet, einseitiger Gebrauch schadet; wenn man das Sehorgan
 benutzt seiner vollen Bestimmung entsprechend, so ist der Gebrauch
 desselben der Leistungsfähigkeit fördernd und steigert seine Kraft,
ein Gesetz, das auf die Sinnesorgane wie auf alle anderen zutrifft.
Es bleibt zweckmäßig noch ein Wort zu sagen über die Augenfehler
der Studierenden, welche bei den Gymnasien 2 Drittel aller die Schule
verlassenden jungen Leute betragen, welche sehr häufig aber erst Jahre
bis zum Diensteintritt vergehen lassen. So warten Juristen gern bis
nach dem Referendarexamen, um eher auf Beförderung rechnen zu
können; Mediziner warten bis nach dem Staatsexamen, um hintereinander
 als Soldat mit der Waffe und als einjährig-freiwilliger Arzt zu
dienen, Theologen, Philologen warten ebenfalls oft die Examina ab.
Einige mögen auch erwarten, später eher militärfrei zu werden,
Wie in der Schule mit den Altersklassen, so — muß man annehmen
 — nimmt die Kurzsichtigkeit im allgemeinen während des
Studiums zu. Nach den bisherigen Statistiken trifft dies wohl zu.
1861/65 Gärtner. Tübingen, Theol.
1861/79 ;
1861/82 N ” ”
1867 Cohn. Breslau. allg.
1880 Med.
I) Orerweg, l. c.