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geben sehr wechselnde Resultate; oft haben Autoren die Myopie unter
1 D nicht gezählt, andere die geringsten Grade eingerechnet.
Es kann wohl jeder Arzt, welcher mit solchen Prüfungen sich
beschäftigt, beweisen, daß Ausnahmefälle vorkommen, daß oft Augen
unter den ungünstigsten Bedingungen der Schulhygiene gesund bleiben.
Die Dehnbarkeit der Lederhaut, welche zur Formveränderung des
Bulbus führt bei andauernder Naharbeit und Konvergenzstellung, ist
individuell sehr verschieden, auch dies Gewebe unterliegt den Gesetzen
 für den Organismus im allgemeinen.
Bauhygiene in Schulen wird sicher zur V erbesserung. des Uebels
beitragen, aber dieser Faklor allein kann nicht in kurzer Zeit sichtbaren
 Wandel schaffen. Bei den Sinnesorganen liegen die Verhältnisse
 weit komplizierter, als es auf den ersten Blick erscheint, bei
dem Sehorgan ganz besonders.
Es ist besonderes Interesse in gesundheitlicher Beziehung auf
Druck und Schrift verwandt worden, besonders auf Druck der Schulbücher.

Ich unterlasse es, auf Schrägschrift, Steilschrift, Druckart, Größe
und Dicke der Buchstaben, Entfernung von einander, Zeilenlänge, Zeilenabstand,
 Papierart, auf Art der Wandtafeln, Wandkarten, Zeichenvorlagen
usw. einzugehn; es sind über diesen Gegenstand zahlreiche Arbeiten
geschrieben. Es muß hier seitens der Schulbehörde strenge Kritik
und Aufsicht geübt werden, in gleicher Weise aber auch seitens des
Elternhauses, ohne dessen Mithilfe mit bestem Willen nur wenig zu erreichen
 ist. Unter den Büchern sind m. E. die Wörterbücher, Lexika,
Testamente in Taschenformat, Gesangbücher, Schulausgaben der fremden
Schriftsteller die gesundheitsgefährlichsten; der kleine, enge Druck bildet
einen Verderb für die Augen. Vor allem ist es das andauernde
Lesen und Schreiben; besonders das sogenannte Präparieren zu Hause,
wobei der Schriftsteller, das Lexikon, das Vokabelheft in verschiedenen
Abständen gleichzeitig benutzt werden, unter Umständen mit Brille oder
Kneifer, oft unter wechselndem Gebrauch und Nichtgebrauch. Die
rasch folgenden, kleineren und größeren Muskelbewegungen der Augen,
Muskelzuckungen kommen dabei wahrscheinlich als schädliche Wirkung
in Betracht. Man lese vergleichsweise ein Buch mit großem, weitem
Druck und ein solches mit engen, kleingedruckten Zeilen, man empfindet
 jenes als einen Genuß, dieses als eine Anstrengung. Es kommt
aber stets auf die Länge der Zeit an, die andauernde Naharbeit
vergrößert den Schaden. Aus diesem Gründe ist das Lernen durch
emsigen Bücherfleiß, durch lange schriftliche Arbeiten, Uebersetzungen
zu begrenzen und zu beschränken, besonders wenn es als häusliche