VII. Schlußsätze.

ı. Die zum einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten
jungen Leute haben durchschnittlich eine etwas höhere
Fauglichkeitszifferals die sonstigen Militärpflichtigen (s.S.9).
2. Getrennt nach den Schulen, welche die Leute besucht haben,
zeigen die Gymnasiasten fast durchweg die ungünstigsten
Fauglichkeitsverhältnisse; es folgen die Realgymnasiasten,
die Realschüler und Oberrealschüler; soweit die kleinen Zahlen
der aus anderen Lehranstalten Hervorgegangenen ein Urteil zulassen,
stehen die Landwirtschaftsschüler und Seminaristen am
günstigsten.
3. Von den 4 Hauptschularten weisen die längste Schulbesuchsdauer
 die Gymnasien auf, dann die Realgymnasien, die Oberrealschulen
 und Realschulen; überhaupt den längsten Schulbesuch haben
die Seminare und Industrieschulen gehabt.
4. Da durchschnittlich nur in etwa 15%, der Fälle die Leute
bald nach Verlassen der Schule sich zum Dienst melden, muß auch
die Zwischenzeit zwischen Schulbeendigung und Untersuchung bei der
Beurteilung der Tauglichkeit berücksichtigt werden.
5. Bei Berücksichtigung dieser Zwischenzeit ergibt sich, daß
durchweg die Leute mit kürzestem Schulbesuch die meisten
Tauglichen gehabt, und ihre Zahl nimmt konstant ab, je
länger die Schule besucht ist, daß aber
6. die Zahl der Tauglichen in noch höherem Maße abnimmt,
 je länger die Zeit nach der Schulentlassung bis zur
Untersuchung gedauert hat.
7. Wenn zu letzterem Ergebnis zweifellos auch der Umstand
beiträgt, daß schwächliche oder mit ernsteren Körperfehlern
behaftete junge Leute vielfach mit ihrer Meldung zum
Dienst länger warten als kräftige und fehlerfreie Leute,
so muß doch der Zeit nach der Schule an sich ein besonders
ungünstiger Kinfluß auf die körperliche Entwickelung beiyemcssen
 werden.