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8. Die höheren Untauglichkeitsgrade finden sich häufiger‘ bei den
4 Hauptschulen als bei den übrigen Schulen; am häufigsten sind sie
bei den Gymnasien und Realgymnasien vertreten.
9. Der Anteil der höheren Untauglichkeitsgrade nimmt
— namentlich auch bei den Gymnasiasten und Realgymnasiasten —
mit der Länge der Schulzeit zu; bei den geringeren, die leichteren
der vorübergehenden Krankheitszustände umfassenden Untauglichkeitszraden
 ist ein solches konstantes Verhalten nicht nachzuweisen.
10. Dagegen nimmt der Prozentsatz bei allen Untauglichkeitszraden
 gleichmäßig zu, je länger die Zeit nach der Schule gedauert hat.
11. Auch bei denhöheren Untauglichkeitsgraden zeichnen
sich die Gymnasien und Realgymnasien durch höhere Prozentzahlen
 gegenüber den übrigen Schularten aus.
12. Unter den Gründen, welche die Dienstuntauglichkeit bedingt
haben, steht die allgemeine Schwächlichkeit obenan; es folgen
die Krankheiten des Herzens und der großen Gefäße, die
Augen-(Brechungs-)Fehler, die Krankheiten der Gliedmaßen
and Gelenke und die Krankheiten der Lungen und des Brustfells.
 71,5%) aller Untauglichen entfallen auf diese 5 Fehlergruppen.
13. Soweit ein Vergleich mit der Häufigkeit der bei den
übrigen Militärpflichtigen festgestellten, Untauglichkeit be-Jingenden
 Krankheiten usw. möglich ist, ergibt sich, daß bei diesen
die äußeren Fehler un Gebrechen die Hauptursachen der
Untauglichkeit ausmachen, während bei den zum einjährigen
Dienst Berechtigten die eigentlichen  Organerkrankungen
(der Atmungs- und Blutzirkulationsorgane, des Nervensystems und der
Augen) überwiegen.
14. Die in Satz 12 genannten Fehlergruppen sind unter den
Hauptschularten bei den Gymnasiasten am häufigsten vertreten gewesen,
 mit Ausnahme der allgemeinen Körperschwäche, welche bei
den Realschülern den höchsten Prozentsatz an Untauglichen aufzuweisen
 hat (vergl. Satz 50—53).
15. Wegen der Verteilung der genannten Fehlergruppen und der
übrigen Untauglichkeitsgründe auf den sonstigen Lehranstalten sei auf
lie Tabelle S. 50/51 verwiesen.
16. Die schwereren, dauernde Untauglichkeit zu jedem
Militärdienst bedingenden Lungenerkrankungen sind, soweit
ein Vergleich sich ermöglicht, bei den Gymnasien erheblich
zahlreicher gewesen, als bei den übrigen Schulen,
17. Die allgemeine Schwächlichkeit als Untauglichkeitssrund
 nimmt mit der Länge der Schulzeit nicht nur nicht