Schlußwort.

In den vorstehenden Sätzen ist versucht worden, die Hauptergebnisse
 der umfangreichen statistischen Untersuchungen kurz zusammenzufassen,
 um so den Ueberblick über die gesamte Arbeit zu erleichtern.
Ehe wir uns anschicken, diese Hauptergebnisse von einigen allgemeinen
 Gesichtspunkten zu betrachten und einige allgemeine Schlußfolgerungen
 daraus zu ziehen, sei nochmals betont, daß es sich aus
mehrfach erörterten Gründen nur um vorläufige Ergebnisse handelt,
die auf Grund eines umfassenderen, namentlich sich über einen
größeren Zeitraum erstreckenden Materials vielleicht in der einen oder
anderen Richtung noch modifiziert werden können.
Der Zweck der Untersuchungen war, wie in der Einleitung ausgeführt,
 zu erforschen, wie sich der Körperzustand der aus den höheren
wissenschaftlichen Lehranstalten hervorgegangenen Militärpflichtigen
darstellt und namentlich, ob sich irgendwelche Einflüsse der verschiedenen
 Schularten auf die allgemeine Körperentwicklung oder die
Entstehung bzw. Verschlimmerung mancher Krankheiten und Krankheitsarten
 nachweisen läßt.
Diese Betrachtung wird ja dadurch recht erschwert, daß sich
der Einfluß des Schulbesuchs durch die, gerade bei den zum einjährigen
 Dienst Berechtigten häufig besonders lange ausgedehnte Wartezeit
 bis zum Diensteintritt naturgemäß erheblich abschwächen und
verwischen kann.
Immerhin dürfte‘ sich aus den Untersuchungen eine Reihe von
Schlußfolgerungen ziehen lassen — namentlich angesichts der Konstanz,
mit welcher einige Ergebnisse bei den verschiedensten Betrachtungsarten
 in stets gleicher Weise hervortreten.
Bei der ersten Betrachtung erscheinen ja die Ergebnisse hinsichtlich
 der körperlichen 'Tüchtigkeit der unserer Statistik zugrunde
 liegenden Militärpflichtigen nicht ungünstig — im Gegenteil;
ine allgemeine relative Tauglichkeitsziffer von rund 65 9% aller
andgültig Abgefertigten muß sogar als hoch und im Vergleich zu
ler großen Masse der sonstigen Militärpflichtigen günstig bezeichnet