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werden. Und selbst wenn man berücksichtigt, daß der Tauglichkeitsgrad
 aus den in der Einleitung erörterten Gründen vielleicht etwas
zu hoch berechnet ist, als er sich in Wirklichkeit stellt, so kann man
doch wohl behaupten, daß die aus den höheren wissenschaftlichen
Schulen hervorgegangenen jungen Leute relativ immer noch etwas
mehr, jedenfalls nicht weniger waffentüchtige Männer zur Fahne
stellen als die breite Schichten des Volkes.
Daß durch die den freiwillig sich meldenden Wehrpflichtigen
gegenüber zulässige Herabsetzung der Anforderungen an die körperliche
 Tüchtigkeit die Qualität der zur Einstellung gelangten jungen
Leute im allgemeinen nicht geringer ist, als bei den übrigen Mannschaften
 beweisen folgende Zahlen:
Im Durchschnitt der Berichtsjahre 1904/06 1) wurden von 100 Ein-Jährig-Freiwilligen
 6,0, von 100 Mannschaften des 1.Dienstjahres dagegen
6,3 als dienstunbrauchbar wieder aus dem Dienst entlassen — also bei den
Einjährigen sogar noch ein etwas geringerer Prozentsatz. Rechnet man
noch die als halb- und ganzinvalide Entlassenen hinzu, so sind von den
Einjährigen im gleichen Zeitraum insgesamt 8,1, von den übrigen Mannschaften
 im 1. Dienstjahre 7,9 %, dem Dienst verloren gegangen, also
auch so kein wesentlich ungünstigeres Verhalten der Einjährigen.
Aber diese allgemeinen Tauglichkeits- bzw. Untauglichkeitswerte
gestatten natürlich noch kein sicheres Erfassen der mehr oder weniger
großen Tüchtigkeit der zum einjährigen Dienst Berechtigten. Hierzu
ist es erforderlich, die Gründe der Untauglichkeit zu kennen — denn
es ist etwas anderes, ob die Untauglichkeit hauptsächlich durch
mehr zufällige, äußere Körperfehler bedingt ist, oder durch organische,
innere Krankheiten, durch mangelhafte körperliche Entwickelung, also
durch solche Leiden, die auf eine angeborene oder früh erworbene
krankhafte Konstitution und geringe körperliche Widerstandsfähigkeit
schließen lassen.
Betrachtet man unser Material von diesem Gesichtspunkte aus,
so stellen sich allerdings die Dinge wesentlich ungünstiger dar.
Die sehr hohen Untauglichkeitsziffern wegen allgezemeiner
 Schwächlichkeit und schwacher Brust, wegen
Krankheiten der Kreislaufs- und Atmungsorgane, namentlich
 auch der erhebliche Ausfall wegen Augenbrechungs-1)

 Für weitere Jahre ließen sich die Vergleichszahlen nicht feststellen. Die
Angaben beziehen sich nur auf die preußische Armee und das XIII, (Königl.
Württembergische) Armeekorps. Für Bayern und Sachsen standen die Zahlen
nicht zur Verfügung,