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fehler lassen besonders bei einem Vergleich mit den sonstigen
Militärpflichtigen die Körperbeschaffenheit der aus den höheren wissenschaftlichen
 Lehranstalten Hervorgegangenen in einem etwas bedenklicheren.
 Licht erscheinen und weisen darauf hin, daß die jungen Leute
unseres Materials einerseits von Hause aus weniger kräftig und schädlichen
 Einflüssen gegenüber weniger widerstandsfähig sind, daß sie
andererseits aber wohl häufiger und stärker derartigen schädlichen
Einflüssen ausgesetzt sind, als die breiten Schichten der sonstigen
männlichen Jugend.
Da man nun nicht annehmen kann, daß die zum einjährigen
Dienst Berechtigten in ihrer häuslichen Umgebung schädlicheren Einwirkungen
 ausgesetzt sind, als die aus den niedrigeren sozialen Schichten
stammenden Militärpflichtigen, im Gegenteil wohl die Annahme begründet
 ist, daß sie im allgemeinen unter günstigeren sozialhygienischen
Verhältnissen aufwachsen, so ist man wohl berechtigt, die Ursachen
für die ungünstigere Gestaltung ihrer Gesundheitsverhältnisse in anderen
 Faktoren zu suchen, unter denen der Besuch einer höheren
Schule mit seinen vielfachen körperlichen und geistigen Anstrengungen
wohl der nächstliegende ist.
In der Tat haben ja nun unsere Untersuchungen ergeben, daß
bei einer großen Reihe der besprochenen Krankheitszustände sich ein
z. T. recht erhebliches Anwachsen bemerkbar macht, je länger die
Schule besucht ist; es wäre natürlich ungerecht, diese Steigerung
allein dem Schulbesuch zuzuschreiben — die verschiedensten Faktoren
können dabei noch mitwirken, daß aber ein Einfluß der Schule nicht
gänzlich abzulehnen ist, dürfte aus dem weiteren Umstande zu schließen
sein, daß auch die verschiedenen Schularten bei manchen Fehlern und
Krankheiten fast durchweg nicht unerhebliche Unterschiede zeigen, für
die eine andere Erklärung als der verschiedene Schulbetrieb, die verschieden
 großen Anforderungen an Körper und Geist, die vielfach —
wenigstens bisher — noch recht verschiedene Bewertung körperlicher
Uebungen als eines Ausgleiches gegen die geistige Arbeit usw. kaum
zu finden ist.
Zu diesen Unterschieden dürften wohl ohne Zweifel die ungünstige
Stellung der 4 wissenschaftlichen Hauptschularten gegenüber den
“achwissenschaftlichen Schulen zu rechnen sein, und des weiteren
wieder das besonders ungünstige Verhalten der Gymnasien
und Realgymnasien gegenüber den eigentlichen Realschulen.
Daß sich diese Einflüsse nicht überall gleichmäßig bemerkbar machen,
kann bei der Vielgestaltigkeit der in Betracht zu ziehenden Faktoren
nicht überraschen und auch den allgemeinen Eindruck kaum verwischen.