Staaten

Frankreich (1911) .
Belgien (1912) . .
Deutsches Reich (1911/42) . .
Deutsche Bundesstaaten (1912) .
[talien (1911/12) . 0.0...
Grossbritannien und Irland (1911
bis 1912) . .
Niederlande (1911)
Schweden (1911)
Österreich (1911)
Russland (1911) .
Ungarn (1911)
Schweiz (19107

Ertrag der Verkehrssteuern
pro Kopf der
Gesamtbetrag Bevölkerung
Fr.
20. 30
7.50
6. 70
6. 50

305,82 Mill. Fr.
56,71 Mill. Fr.
253,97 Mill. M. |
88 Mill. M. /
224 4 Mill. L.

9,56 Mill. Pf. St.
14,08 Mill. FL.
17,76 Mill. K.
93,68 Mill. K.
167,63 Mill. R.
53,80 Mill. K.
9.7 Mill Fr.

5.20
4. 50
4. 40
3, 40
2.80
2.70
92 60

Die Übersicht ist unter mehr als bloss einem Gesichtspunkte
lehrreich. Sie zeigt zunächst, dass die Erträgnisse der Verkehrssteuern
 mit der Intensität des wirtschaftlichen Verkehrs wachsen,
denn es sind die Länder des höchstentfalteten Wirtschaftsverkehrs,
welche die höchsten Erträgnisse aufweisen; damit zeigt sie aber
zum zweiten, dass eine rationelle Verkehrsbesteuerung keine Besinträchtigung
 des Wirtschaftsverkehrs bedeutet, dies beweist
namentlich die ungeachtet recht ergicbiger Verkehrssteuern starke
Verkehrsexpansion des deutschen und des belgischen Wirtschaftslebens,
 während die für Frankreich und Italien ausgewiesenen
Quoten zeigen, dass der Wirtschaftsverkehr sich unter günstigen
Voraussetzungen sogar mit einer recht einseitig nach fiskalischen
Gesichtspunkten orientierten Verkehrsbestenerung abzufinden vermag;
 zum dritten zeigt sie, wie wenig begründet der häufig
wiederholte Einwand ist, ergiebige Verkehrssteuern setzten ein
antsprechend grosses Verkehrsgebiet voraus, denn Belgien steht,
ungeachtet der Kleinheit seines Wirtschaftsgebietes und seiner, jede
Beeinträchtigung des Verkehrs konsequent meidenden Finanzpolitik
mit Fr. 7. 50 pro Kopf der Bevölkerung an zweiter Stelle der
Staatenreihe; viertens zeigt endlich die Übersicht, dass die Erjrägnisse
 der schweizerischen Verkehrssteuern sich auf einem
unvernünftig tiefen Niveau bewegen, denn es ist kein vernünftiger
 Grund einzusehen, weshalb der Wirtschaftsverkehr eines
Landes von höchster Verkehrsintensität an die Deckung des
Staatsbedarfes weniger beitragen sollte als in Ländern von der
wirtschaftlichen Struktur Russlands oder Ungarns.