2 bank sollte diese Gedanken praktisch verwirklichen !). Proudhon bezeichnete diese Tauschbankpläne als sein Testament auf Leben und Tod ?); er‘ benutzte jede Gelegenheit, dafür zu agi- tiren; ihnen zuliebe schwor er feierlich seine Gegnerschaft gegen das Eigentum ab?); ihnen ‘zuliebe bekämpfte er das Recht auf Arbeit. seine Lehre und sein Leben, Jena 1890, Bd.‘2 p. 312; ferner Arthur Mühlberger, Studien über Proudhon, Stuttgart 1891. Am ausführlichsten hat Proudhon das Prinzip des Mutualismus in seinem nachgelassenen Werke De la capacite politique des classes ouvridres, Paris 1873 dargelegt. Hier heisst es von dem R. a. A. (p. 293): De tous les droits de ’homme et du citoyen selui auquel les classes ouvrieres tiennent le plus et avec raison puisque‘ de ini d6pendent leur subsistance et leur liberte, est le droit au travail; parlons plus correctement si nons ne voulons Ätre renris, d’est 1a garantie du travall 1) Vgl. Art. 34 der Statuten der Volksbank (im „Le Peuple“ vom 5. Febr. 1549 No. 79): D’apres le principe et le but de son institution, qui est la gratuite absolue du er6&dit, la Banque du peuple...... Die Volksbank sollte ein Papiergeld ausgeben (Bons de cireulation), das alle Mit- zlieder der Bankgesellschafl bei Zalungen anzunehmen verpflichtet sind, Die Volksbank braucht die Bons nicht in klingender Münze einzulösen, vielmehr anthält der Bon nur eine Anweisung an die Mitglieder der Bankgesellschaft Societaires et adherents), dem Inhaber Waren und Dienste bis zu einem be- stimmten Betrage zu liefern. Von der Tauschbank unterschied sich die Volks- bank dadurch, dass jene die Noten durch hinterlegte Waren bedecken und einlösen, während diese die Noten gar nicht einlösen sollte. Es unterliegt zar keinem Zweifel, dass die Volksbank ihr Ziel: die Abschaffung des Bar- zeldes niemals erreicht hätte. Abgeschen davon, dass die nicht gangbaren Waren liegen geblieben wären, hätte auch die Thätigkeit der Bank Se Kredit- ınstalt aufhören müssen, sobald die ausgegebenen Noten, deren beliebiger Vermehrung die Entwertung entgegensteht, das Bedürfnis nach Papiergeld jefriedigt hätten. Ausserdem litt die Volksbank an einem inneren Wider- spruche. Nach der Absicht ihres Gründers sollte sie die Freiheit des Ver- <ehrs und den Grundsatz der Conecurrenz aufrechterhalten (Art. 28 al. 2 % a, O.: La Banque du peuple, tout en favorisant les associations ouvridres, maintient la libert& du commerce et la concurrence Emulative, comme principe de tout progrös et garantie de bonne qualit& et bon march6 des produits), also auf individualistischen Wirthschaftsgrundsätzen fussen, gleichzeitig aber nen echt sozialistischen Gedanken: die Absohnttan des Bargeldes anstreben. An diesem logischen Widerspruche hätte die Volksbank unbedingt scheitern ‚nüssen. Vgl. Diehl, P. J. Proudhon, seine Lehre u. sein Leben, Jena 1890, Bd. 2 p. 183, ferner Anton Men ger, Das Recht auf den vollen Arbeits- ertrag, 2. Aufl, Stuttgart 1891, p. 78, Marlo, Untersuchuugen über die Organisation der Arbeit oder System der Weltökonomie, Tübingen 1889, Bd. 2 p. 327, und Engländer, Geschichte der französischen Arbeiter-Associa- tionen, Hamburg 1864, 4. Teil p. 738. 2) Vgl. „Le Peuple“ v. 5. Febr. 1849 No. 79: „Ceci (die Bankpläne) est mon testament de vie et de mort.“ 3) Schon acht Jahre nachdem Proudhon die Formel aufgestellt hatte: La propriet6 d’est le vol (vgl. Quwest-ce que la propriet6? ou Recherches sur le principe du droit et du gouvernement in den Oeuvres completes, Tome I p. 13 ff.) liess er sie wieder fallen. So sagt er in einem Artikel des „Re- presentant du Peuple“ v, 26, April 1848 No. 25 unter der Ueberschrift: uest-ce que la propriete: Je ne viens point ici avec une sotte et läche im- pertinenece commenter la farmule trop ecannue et trop neu comprise, 1a pro-