deutend eingeschrumpft. Die griechische Rindereinfuhr
in den letzten zwei Jahren betrug auf Grund der offiziellen
 griechischen Daten:
Staat 1929
Türkei 9.352
Bulgarien 16.118
Jugoslawien 19.228
Rußland 14.066
Albanien 3.173
Die übrigen 1.568

1980

1.921
1.570

Insgesamt: 63.685 48.479
Wie man sieht, ist die Rinderausfuhr nach Griechenland
 im Jahre 1930 gegenüber 1929, und auch den vorangegangenen
 Jahren, auf ein Viertel des bis dahin beständigen
 Kontingents gefallen, Es ist wohl die gesamte
Rindereinfuhr aus den übrigen Staaten nach Griechenland
 gefallen, doch relativ in geringerem Maße. Die
Ursache des Rückganges der jugoslawischen Rinderausfuhr
 nach Griechenland liegt hauptsächlich darın, daß
Jugoslawien der türkischen Konkurrenz wegen der hohen
 Transportspesen nicht gewachsen war. Die für den
griechischen Markt bestimmten Rindertransporte werden
 ausschließlich mit Eisenbahn über Gijevgielija nach
Saloniki geleitet, dessen Markt für Stadt und Umgebung
kaum ein Viertel oder gar nur ein Fünftel des ausgeführten
 Viehs aufzunehmen vermag, während der
überwiegende Rest per Schiff nach Athen — Piräus gelangt,
 woselbst infolge der Emigration nach dem griechisch-türkischen
 Kriege aus Kleinasien eine große Bevölkerungsanhäufung
 besteht, daher namhafter Verbrauch
 von Rindern und Rinderprodukten gewährleistet
ist. Die Türkei hingegen bringt ihr Vieh auf dem Seewege
 auf den griechischen Markt und ist infolge der geringeren
 Transportspesen in der Lage, mit seinen Preisen
Jugoslawien erfolgreichst zu konkurrieren.
Schließlich: der einst für die Rinderaufnahme aus
Jugoslawien wichtige tschechoslowakische Markt ist
heute kaum erwähnenswert. Der Tschechosloi3

