Den größten Schafreichtum weisen somit sowohl
absolut wie auch relativ die südlichen Banate auf, die
an’ Kulturflächen wohl ärmer, hingegen an Karst- und
Bergland reich. In der jugoslawischen Schafzucht sind
alle Rassen, angefangen vom seidenwollenen Merinoschaf
 bis zu den gemeinen Rassen vertreten, am zahlreichsten
 die sogenannten Fettschwanzschafe, hernach
folgen die makedonischen; beide gehören der anatolischen
 Rasse an, die sich durch Nahrung und Klima im
Verlaufe der Zeit zu einem ganz besonderen Schlag entwickelten.
 Im Bereiche des ehemaligen Südserbiens als
unserem wichtigsten Schafzuchtrayon befinden sich
zwei solcher Schläge: das Sarplanina oder Bergschaf
und das Oveepolje oder Niederungsschaf. Im Donaubanat
 werden vornehmlich drei Rassen gezüchtet: das
Merinoschaf von Großgrundbesitzern, der Wolle und des
Fleisches wegen; in der Umgebung Sombors das Fettschwanzschaf,
 der Milch wegen; im ehemaligen Banat
der Wolle wegen das Zigajaschaf. Die Wolle aus diesem
Banat ist qualitativ die beste.
An Schafen wurden aus Jugoslawien in den letzten
vier Jahren ausgeführt“) wie folgt:

Hievon wurden ausgeführt
’Stück) nach

Gesamtausfuhr

Jahr

Stück

Wert in Dinar

Wert in
Gold- Griechendinar
 land

1927 821.162
1928 929.199
1929 759.285
1930 8639750

97,017.046 87
119,245.630 11.0
115,257.180 10.4
101.924.377 91

779.694
389.169
725.092
606.354

Italien

den
übrigen
Ländern

33.590 7.878
26.510 13.520
29.585 4.608
20.039 4.357

Der Hauptmarkt für Schafe aus Jugoslawien ist
Griechenland, das 95 Prozent der Ausfuhr aufnimmt;
somit ist Jugoslawien der Hauptbelieferer Griechenlands
mit sogenannten Kleintieren (Schafe und Ziegen) wie
dies auch aus nachfolgender Tabelle erhellt. Griechenland
 hat an Kleintieren eingeführt im

* Die Ausfuhrmengen in den Jahren 1921—1926 können
nicht angeführt werden, da in diesem Zeitraum Schafe und Ziezen
 nicht. gesondert ausgewiesen wurden.

zn