Die Ausfuhr von Schlächtereiprodukten


Die Ausfuhr von Schlächtereiprodukten kann im
Vergleich zur Ausfuhr von Lebendvieh und mit Rücksicht
 auf den Viehreichtum Jugoslawiens nicht befriedigen.
 Die Fleischwarenindustrie. Jugoslawiens müßte sich
unbedingt volkswirtschaftlich stärker ausprägen, dementgegen
 befindet sie sich jedoch in schwerer Krise, was
am deutlichsten die Tatsache beweist, daß von den 18
seinerzeit bestandenen größeren Fleischindustrien heute
nur 5 in Betrieb sind, und auch diese arbeiten teilweise
kaum mit halber Kapazität. Die Gründe für die überaus
geringe Prosperität der jugoslawischen Fleischwarenindustrie
 sind in der Hauptsache . zweifacher Natur:
1. Wurde bei Abschluß der ersten Handelsvertäge der
Fleischwarenindustrie und deren Produkten allzu geringe
 Beachtung zugewendet; man war hiebei vorwiegend
 bemüht, sich eine stärkere Placierung von Lebendvieh
 zu sichern. 2. Trachteten nach dem Kriege sämtliche
 Einfuhrländer von Lebendvieh, aus der eigenen
Fleischindustrie je größeren Nutzen zu ziehen, und präferierten
 und erleichterten daher die Einfuhr von Lebendmaterial,
 welches sodann nach Schlachtung in den
eigenen Fabriken verarbeitet wurde. Bei einem Vergleich
der Einfuhrzölle der einzelnen Staaten auf Lebendvieh
und geschlachtetem sowie auf Fleischprodukte wird diese
Tendenz besonders offenbar. Staaten aber, die vertragsmäßig
 nicht in der Lage sind, die Einfuhr von geschlachtetem
 Vieh und Fleischprodukten zu erschweren,
erreichen ihr Ziel mit Hilfe verschiedener sanitärer und
veterinärpolizeilicher Maßnahmen, so daß auch diese
aur Lebendvieh einführen.
Die ohnehin nicht zufriedenstellende Ausfuhr von
Fleischprodukten zeigt in den letzten Jahren eine stets
wachsende Stagnation, und sollte in dieser Richtung

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