schaftskrise zu suchen, die die Kaufkraft nicht nur einzelner‘
 Schichten sondern ganzer Völker auf das Minimum
 herabgedrückt hat. Es darf nicht wundernehmen,
daß die Ausfuhr der verschiedenen Schlächtereiprodukte
aus Jugoslawien nach Oesterreich gefallen ist, da doch
infolge der Wirtschaftskrise der Verbrauch dieser Erzeugnisse
 sich im allgemeinen verringert hat, obwohl
infolge der Bevölkerungszunahme auch der Konsum unbedingt
 steigen müßte. Nach Oesterreich wurden an
wichtigeren Schlächtereiprodukten in den letzten Jahren
ausgeführt:
Erzeugnis im Jahre 1930 im Jahre 1929 im Jahre 1928
Rauchfleisch 7.512 qu 8.718 qu 9.564 qu
Salami 5.965 qu 6.986 qu 7.831 qu
Versch. Fleischprod. 1.547 au 1.732 au 1.773 au

Die vorstehenden Daten bezeugen klar die Senkung
der Einfuhr von Schlächtereiprodukten auf dem
österreichischen Markte; das gleiche gilt auch für die
Mehrzahl der übrigen europäischen Exportländer. Nur
ist bedauerlicherweise die jugoslawische Ausfuhr in ungleich
 stärkerem Maße in Mitleidenschaft gezogen als
die der übrigen Staaten. Die Ausfuhr vieler Länder auf
ihre Märkte ist völlig eingeschrumpft, während sich neue,
bis dahin auf diesen Märkten unbekannte Länder affirmiert
 haben.

Daher muß das Bestreben einer woht durchdachten
und gut geführten Handelspolitik in Zukunft dahingehen,
die verlorenen Märkte wieder zu gewinnen, und allfällig
neue zu finden. Das eine und das andere läßt sich einzig
nur durch qualitativ gute Ware bei konkurrenzfähigen
Preisen erreichen.

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