Deshalb nennt unser Volk die Regierung mit Recht „unsere Regierung”
und unsere grosse Partei „unsere Partei” !
Durchaus anders ist die Lage in der kapitalistischen Welt. Während
das Budget unseres Landes in immer grösserem Masse der Befriedigung
der materiellen und kulturellen Ansprüche unseres Volkes dient, während
unser Budget keinen Defizit aufweist, ist ein grosser Teil des Budgets der
kapitalistischen Länder dem Interesse der Militarisierung, der Vorbereitung
 auf einen neuen Krieg unterworfen ; deshalb kämpfen diese Länder
ständig mit einem Riesendefizit.
Wenn wir die Ausgaben und Einnahmen der letzten vier Jahre z. B.
in den Vereinigten Staaten betrachten, sehen wir, dass sich das Budgetdefizit
 in vier Jahren auf 19,6 Milliarden Dollar erhöht hat. Aber auch die
Budgets anderer kapitalistischer Länder werden von einem stets steigenden
 Defizit gekennzeichnet. In den kapitalistischen Ländern wird
nämlich der Grossteil der staatlichen Einnahmen durch eine hohe Besteuerung
 der Werktätigen gesichert. Deshalb wird in diesen Ländern fast
jedes Jahr die Verbrauchssteuer für Bedarfsartikel erhöht. Die Einkommensteuern
 sind in den Kriegsjahren und nach dem Krieg in den Vereinigten
Staaten auf das Zwölffache, in Frankreich auf nahezu das Dreifache und
in England um 64 Prozent gestiegen. 70 Prozent des Budgets der Vereinigten
 Staaten — also 47 Milliarden Dollar — dienen zur Deckung von
Militärausgaben, Die Militärausgaben Englands und Frankreichs betragen
nahezu das Dreifache, die Kanadas fast das Siebenfache der Militärausgaben
 des Jahres 1949.
All diese Tatsachen und Beispiele beweisen, dass in der kapitalistischen
 Gesellschaft der Militarismus, die Vorbereitung zum Krieg einesteils
 das Elend der Völker, andernteils die fetten Einkünfte der Kapitalisten
 steigert.
Dieses kapitalistische Paradies wird Tag für Tag von dem Sender,
der sich „Freies Europa” nennt, Ungarn angepriesen. Wie „frei” dieser
Sender ist, beweisen auch schon die vorhin angeführten Beispiele. Unser
Volk kennt das kapitalistische Paradies sehr gut und hält es nicht für ein
Paradies, sondern für eine Hölle, die drei Millionen Bettler hervorbrachte
und die Besten der ungarischen Intelligenz ins Ausland trieb, weil sie
auf ungarischem Boden, im eigenen Lande kein menschliches Dasein
führen konnten. Vergeblich preisen die Sender des Westens die Vorteile
des kapitalistischen Lebens, bei unserem Volk finden sie nur taube Ohren.
Die Schrecken und Entbehrungen des Horthy-Regimes sind unserem
Volke noch ziemlich lebhaft in Erinnerung. Unser Volk will nicht zurück
in die kapitalistische Hölle, sondern wünscht immer entschiedener und
mit immer grösserem Schwung vorwärtszuschreiten, auf dem Wege zur
sozialistischen Gesellschaft, weil es weiss, dass diese, die freie Gesellschaft