Arbeit der staatlichen Unternehmen, das heisst der Werktätigen und Leiter
dieser Unternehmen abhängig.
Damit wir die Beschlüsse von Partei und Regierung erfolgreicher
durchführen, müssen wir endgültig und ohne Verzögerung mit dem
Zaudern und Schwanken bei der Umgruppierung der Kräfte und Mittel
unserer Volkswirtschaft sowie mit den aus der übertriebenen Industrialisierung
 stammenden schädlichen Folgen aufräumen.
Es steht auch fest, dass ein ansehnlicher Teil der Leiter unserer
Industriebetriebe auch heute noch nicht genügend von dem Verantwortungsgefühl
 im Interesse der Befriedigung der Ansprüche der Bevölkerung
durchdrungen ist. Sie produzieren nicht solche Artikel und nicht in solch
einer Auswahl, wie dies den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen
würde, Das Regierungsprogramm stellt das Ministerium für Hüttenindustrie
 und Maschinenbau bei der Versorgung der Bevölkerung vor grosse
Aufgaben. Obwohl das Ministerium die Lösung dieser Aufgaben bestrebt
hat, wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres die Durchführung
des Regierungsprogramms dennoch in schleppendem Tempo vorbereitet,
und dieses schleppende Tempo war, wenn zwar in geringerem Masse,
auch im ersten Quartal dieses Jahres wahrzunehmen.
Die Leiter der Produktion müssen endlich begreifen, dass nicht das
Volk für die Industrie, sondern die Industrie für das Volk da ist! Die
sozialistische Industrie hat die Pflicht zu produzieren, noch dazu in einer
Auswahl und in einer Qualität, welche die Ansprüche und den Geschmack
des Volkes am besten befriedigen.
Es ist leider ziemlich allgemein, dass die Industriebetriebe sich der
Erzeugung von Verbrauchsgütern, die mehr Arbeit beanspruchen und
schwer herzustellen sind, verschliessen und in ihrem Bestreben nach
sogenannter „„globaler” Planerfüllung die Erzeugung von „komplizierten”
Verbrauchsgütern vernachlässigen.
Oft verschliesst sich die Industrie der Einführung neuer, geschmackvoller
 Modelle. In der Arbeit der Produktionsplanung der Leichtindustrie
ist zweifellos eine bedeutende Entwicklung zu verzeichnen. Doch ist es
auch wahr, dass weder die Leichtindustrie noch der Innenhandel bei
weitem nicht in entsprechendem Masse den Geschmack unseres Volkes
sowie die Mode in Betracht ziehen.
Das Ministerium für Innenhandel begnügt sich damit, die Industrie
der schlechten Qualität, der mangelhaften Auswahl wegen zu kritisieren.
Diese Kritik ist richtig und berechtigt. Nicht richtig aber ist, dass das
Ministerium so tut, als hätte es mit der schlechten Qualität und der mangelhaften
 Auswahl nichts zu schaffen. Es hat damit zu schaffen !
Die Werktätigen des Handels haben die Aufgabe, die Ansprüche der
Bevölkerung fortgesetzt zu studieren und unter Berücksichtigung dieser