DISKUSSIONSBEITRAG DES SCHAUSPIELERS
KOSSUTHPREISTRÄGER FERENC LADÄNYI

Die allerwichtigsten Zentren des massenkulturellen Lebens sind die
Kulturheime, für deren Entwicklung das Budget um 11 800 000 Forint
mehr vorsieht als im Jahre 1953. Wir bestreben, dass unsere Kulturheime,
vor allem für die werktätige Bauernschaft, zu einem zweiten Heim werden,
wo sie in freundlichem, kultiviertem Milieu sich bilden und zerstreuen
können, wo ihre ideell-politische Erziehung gewährleistet wird und sich
die ihnen angeborene künstlerische Schaffenskraft frei entfalten kann.
Im Budget der Ortsräte verwenden wir für Volksbildungszwecke
nahezu das Doppelte als im Vorjahre. Ein bedeutender Betrag sichert die
Unterstützung der Kulturgruppen durch besseres Programmaterial, durch
Musikinstrumente, Tanzkostüme und nicht zuletzt durch Fachleute, die
ihre Entwicklung in die richtigen Bahnen lenken. Diese Beträge verfolgen
das Ziel, dass unser Volk die Kultur nicht nur geniessen, sondern an ihr
auch aktiv teilnehmen soll.
Im staatlichen Bibliotheksnetz ist die Belletristik, besonders die Jugendliteratur,
 stärker vertreten. Bis Ende 1953 haben sich die Leserzahl um
fast 50 Prozent und die Zahl der entlehnten Bücher um über 70 Prozent
erhöht. Dies beweist, dass das Interesse für die Bibliotheken sprunghaft
gestiegen ist,
Ansehnliche Entwicklung zeigt sich auch auf dem Gebiete der popu-Järwissenschaftlichen
 Arbeit, besonders seit dem sich unsere Wissenschaftler,
 Künstler, Schriftsteller und Pädagogen im Rahmen der Populärwissenschaftlichen
 Gesellschaft für Sozial- und Naturwissenschaften in
Stadt und Land und den Betrieben immer aktiver in diese Arbeit einschalten.
 Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass die Zahl der Interessenten
 und Teilnehmer ständig zunimmt. Unsere Aufgabe besteht nun
darin, die Bibliotheken in noch breiterem Sinne zu aktiven Zentren der
populärwissenschaftlichen Belehrung zu entwickeln, sie den Leseransprüchen
 entsprechend zu ergänzen (hauptsächlich aber auf dem Gebiete
der Belletristik sowie der Jugendliteratur), die hervorragendsten Geistesschaffenden
 zur populärwissenschaftlichen Arbeit heranzuziehen und
unsere Museen durch Ausstellungen, die auf wissenschaftlichen Forschun-16

