gen hohen Niveaus fussen, zu wahren Schulen der weltanschaulichen
Erziehung unserer Werktätigen zu machen.
Bedeutende Ergebnisse haben wir im vergangenen Jahr, besonders
in dem der Veröffentlichung des Regierungsprogramms folgenden Zeitabschnitt,
 auch auf dem Gebiete der verschiedenen Kunstarten erzielt.
Die Besucherzahl der Theatervorstellungen hat sich erhöht; so hatten z. B.
die Theater Budapests im ersten Quartal 1954 um 44 000 Besucher mehr
als in der Vergleichszeit des Vorjahres. In der Provinz besuchten um ı 3 000
mehr Leute das Theater als im Vorjahre, obwohl des rauhen Winteris
wegen etwa 100 Vorstellungen abgesagt werden mussten. In der Spielzet
1953/54 brachten unsere Theater 20 neue ungarische Stücke zur Aufführung.
 Das übertrifft weit die Zahl der ungarischen Erstaufführungen
der vorangegangenen Jahre. Eine erfreuliche Tatsache ist ferner, dass auf
unseren Bühnen die Stücke jener Schriftsteller, die die Träger der fortschrittlichen
 Traditionen in der Vergangenheit waren, wiederaufgefrischt
werden.
Wir haben nun die Aufgabe, jene schöpferische Arbeit, die so lebendig
eingesetzt hat und die unsere Schriftsteller im Verein mit den Theaterkollektiven
 und mit Hilfe des Ministeriums im Interesse des neuen ungarischen
 Dramas enfalten, nach besten Kräften weiter zu festigen. Die „Woche
des Ungarischen Dramas”, die in Kürze anläuft, wird gewiss zur interessanten
 Heerschau der dramatischen Schöpfungen des Jahres werden. Auch
die der Festwoche folgende Diskussion — wobei die wichtigsten Fragen
des ungarischen Dramas sowie der nationalen Schauspielkunst erörtert
werden — wird unbedingt die Entwicklung widerspiegeln und fördern,
die wir in dieser Richtung eingeschlagen haben.
Im Zusammenhang mit den gesteigerten Zerstreuungsansprüchen
unseres werktätigen Volkes haben wir hauptsächlich auf dem Gebiete Programme
 „Buntes Allerlei” sowie gegen den im musikalischen Programm
der Gaststättenbetriebe üppig wuchernden Kulturschund den Kampf aufgenommen.
 Doch die administrativen Massnahmen des Volksbildungsministeriums
 reichen nicht hin. Es ist auch notwendig, dass sich die Schriftsteller
 und Musiker zusammentun, dass unsere Vortragskünstler dieses
Bessere mit Hingabe interpretieren und schliesslich, dass das Publikum
selbst das Bessere beansprucht und den Schund ablehnt.
Mehrere unserer Theater erhalten in der kommenden Saison Kammerbühnen,
 die durch weitere etwa 1200 T’heatervorstellungen den Kulturansprüchen
 der Werktätigen entgegenkommen.
Sehr ansehnlich sind die Ergebnisse auf dem Gebiete des Films.
Die bisherige Produktion betrug 6 bis 7 Filme im Jahr. In diesem Jahr
drehen wir 10 bis 12 grosse Spielfilme und vier Kurzfilme. Unsere Filme
haben auch auf den verschiedenen internationalen Filmfestivals grosse