seres gesamten Aussenhandelsverkehrs. Mit der Sowjetunion und den
Bruderländern der Volksdemokratie wollen wir in Zukunft noch tiefere
wirtschaftliche und Aussenhandelsbeziehungen schaffen. ;
Neben der Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zu den demokratischen
 Ländern wünschen wir unsere Aussenhandelsbeziehungen zu den
kapitalistischen Ländern kraftvoll zu entwickeln. Ungarn hatte in den vergangenen
 Jahrzehnten traditionelle Handelsbeziehungen zu zahlreichen
westeuropäischen Ländern, wie Österreich, Deutschland, Italien, der
Schweiz, England oder Schweden, wickelte aber mit fast allen kapitalistischen
 Ländern einen kleineren oder grösseren Verkehr ab. In den letzten
Jahren beschränkten einzelne kapitalistische Länder auf amerikanischen
Druck ihren Verkehr mit der Sowjetunion und den Volksdemokratien,
darunter auch mit Ungarn. Die konsequente Politik der Sowjetunion und
der Länder des Friedenslagers sowie eine gewisse Abnahme der internationalen
 Spannung haben auch auf diesem Gebiete eine bedeutsame
Aenderung heranreifen lassen, und heute gibt es schon in fast jedem kapitalistischen
 Lande solche wirtschaftliche Kreise von besonderem Gewicht,
die in allen Gegenden der Welt mit jedem Lande — ohne Rücksicht auf
dessen inneres System — Handel treiben wollen. Unser Volkswirtschaftsplan
 1954 sieht eine erhebliche Zunahme des. Aussenhandelsverkehrs
mit den kapitalistischen Ländern vor, die sich sowohl auf den Import wie
auf den Export erstreckt. Mit zahlreichen kapitalistischen Ländern wickeln
wir Warenverkehr auf Grund eines Vertragsverhältnisses ab, und treiben
Handel mit etwa 79 Ländern. Unsere Bereitschaft zur Erweiterung des
Handelsverkehrs mit den kapitalistischen Ländern kommt auch in der
Tatsache zum Ausdruck, dass wir mit einzelnen Ländern bereits im Jahre
1953, mit anderen im Jahre 1954 im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen
 Jahre einen bedeutenden Anstieg des Verkehrs erzielten und
erzielen ; so z. B. mit Finnland, Dänemark, Aegypten, Iran, Uruguay, der
Türkei und anderen Ländern. Auch in Zukunft sind wir zu einer Ausweitung
 des Verkehrs und Ausbau von Beziehungen mit den kapitalistischen
 Ländern geneigt, und zwar auf Grund der. Gleichberechtigung
und der gegenseitigen Respektierung beiderseitiger Interessen, von Beziehungen,
 die beiden Teilen.zum Vorteil gereichen.
Wir ‚müssen unseren Exportverpflichtungen in Quantität und entsprechender
 Qualität termingemäss gerecht werden. Weit grössere Sorgfalt
als bisher müssen wir der schönen Ausführung und der gefälligen Verpackung
 der Waren widmen. Unsere Aussenhandelsorganisationen müssen
sowohl beim Kauf wie beim Verkauf viel beweglicher, elastischer sein,
müssen mehr handeln und weniger administrieren. In den nächsten Monaten
 werden wir unsere Aussenhandelsexposituren verstärken. Wir werden
Exposituren in Ländern organisieren, wo wir noch keine haben, und in