anschnlicher Zahl Reisende ins Ausland schicken sowie in unser Land
auch weiterhin ausländische Wirtschaftsfachleute einladen, die mit uns
Handel zu treiben wünschen.
Die gewachsenen Aufgaben erfordern nun eine Zweiteilung des Ministeritums
 für Innen- und Aussenhandel, aber die reichen Erfahrungen der
vergangenen Jahre sind vorhanden und werden den Werktätigen beider
Apparate die Arbeit und das Zusammenwirken erleichtern.
Die Wirtschaftspolitik des neuen Kurses hat für einen Anstieg des
inneren Warenumsatzes, für eine Verbreiterung der Warenverkehrsbeziehungen
 zwischen Stadt und Land und für eine ständige Verbesserung der
Versorgung der Bevölkerung günstige Voraussetzungen geschaffen, Im
Jahre 1954 kauft die Bevölkerung im Vergleich zu 1953 um etwa zwanzig
Prozent mehr Waren. Ein derartiger Anstieg der Lebenshaltung und des
Warenumsatzes von einem Jahr zum anderen ist ein entscheidender Beweis
dessen, welch bedeutende Ergebnisse wir im Zuge der Verwirklichung
des Regierungsprogramms erzielt haben. Die Tatsache, dass neben einer
globalen Zunahme des Warenumsatzes um zwanzig Prozent der Umsatz
in Bekleidungsartikeln sich um 37 Prozent, der Umsatz in diversen
Industrieartikeln um 30 Prozent erhöht, ist ein Beweis des wachsenden
Wohlstandes, der steigenden Kaufkraft der Bevölkerung.
Bei den sogenannten haltbaren Verbrauchsgütern, wie z. B. bei Fahrrädern,
 Funkgeräten, Möbeln, Kameras, Einrichtungsgegenständen usw.,
hat sich der Umsatz viel bedeutender erhöht, als die bei den Industrieartikeln
 durchschnittlich der Fall ist. Der Anstieg oder das Absinken des
Umsatzes an haltbaren Verbrauchsgütern ist gleichfalls ein wichtiger
Gradmesser der Gestaltung des Handels sowie der Lebenshaltung der
Bevölkerung. In den kapitalistischen Ländern, wo die Kaufkraft der Bevölkerung,
 der Massen sinkt, ist in erster Linie beim Umsatz der haltbaren
Verbrauchsgütern ein Rückfall zu verzeichnen.
Gestiegen, ja vervielfacht hat sich der Umsatz in den von der werktätigen
 Bauernschaft für Produktionszwecke angekauften Waren, was ein
deutliches Zeichen der Produktionslust der werktätigen Bauernschaft
sowie des Erfolges der zum Aufschwung der Landwirtschaft und innerhalb
dieser der Einzelbauernwirtschaft durchgeführten Massnahmen ist. Schliesslich
 hat die Wirtschaftspolitik des neuen Kurses den Warenverkehr der Bevölkerung
 untereinander, also die Warenverwertung durch die werktätige
Bauernschaft auf dem freien Mark erweitert. Infolge der gesteigerten
Marktbelieferung gestaltet sich auch das Preisniveau auf dem freien Markte
in günstiger Weise. Der durchschnittliche Preisindex der Waren auf dem
freien Markte beträgt im Mai 1954 — im Vergleich zu Mai 1953 — 64,2
Prozent.

—y