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Alle Versuche, mit dem Schwerdt in der Hand, ein Weltreich
durch Eroberung zu begründen, sind der Reihe nach gescheitert.
Wie die Herrschaft des einen Volkes über das andere und die
Unterjochung der schwächeren Staaten gewonnen wurde, so ist
fie auch stets hinwiederum verronnen, wenn nicht hinterher die
langsam arbeitende Kraft geistiger Ueberlegenheit aus den Trüm—
mern der Zerstörung ihren Neubau zu errichten begann. Dauernde
Eroberungen verzeichnet die Weltgeschichte nur da, wo im Ge—
folge des Siegers die versöhnende Macht der höheren Gesittung,
tieferer wirthschaftlicher Einficht, umfassenderer Wissenschaft ein⸗
herschritt.
Die stetig erobernde Macht menschlicher Arbeit erweist fich
in einer dem Auge des Beschauers besonders deutlichen Art in
der Begründung des britischen Weltreichs durch Colonisa⸗—
tion. In Zweihundert und fünfzig Jahren, seit dem Anfang des
17. Jahrhunderts erstand, von einem damals in Europa selbst
minder mächtigen Gemeinwefsen ausgehend, jene alle Welttheile der
bewohnbaren Erde umfassende, Staunen erregende Reihe von
Anfiedlungen, deren Grundgebiet die von den glücklichsten
Eroberern früherer Zeiten geschaffenen Reiche an Ausdehnung
weit übertrifft und einen Vorgang darstellt, von welchem sich
mit Recht sagen läßt, daß er im Verlauf der Jahrtausende we⸗
der ein Vorbild gehabt hat, noch auch wegen seiner Eigenartig—
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