Inseln bilden eine leicht zu vertheidigende Seefestung. In han—⸗
delspolitischer Hinficht sind sie von geringem Werthe und weit
zurückstehend hinter den westindischen Besitzungen, von denen
die Mehrzahl ursprünglich den Spaniern und Franzosen gehörte
und erst später an England abgetreten wurde. Eine von ihnen
(Tabago) ward den Holländern entrissen.
Freilich ist auch auf den Westindischen Inseln die Gelegen—
heit zur schnellen Bereicherung entschwunden, seitdem das Pflan—
zerwesen durch die Abschaffung der Negersklaverei so erhebliche
Einbuße erlitt. Noch befinden sie fich in einem schwankenden
und unsicheren Uebergangszustande zwischen einem ursprünglich
auf Zwangsarbeit gegründeten Großgrundbesitz und einer freien
Erzeugung von colonialen Producten, zu deren Hervorbringung
die Kräfte europäischer Ansiedler untauglich sind. Vornehmlich
ist Jamaica, ehemals eine der werthvollsten Colonien, in einen
kaum aufzuhaltenden Verfall gerathen. Nur an der wenig um—
fangreichen Insel Barbadoes rühmen neuere Berichte einen
Aufschwung des Handels
Die Zukunft der westindischen Besitzungen scheint, was
wirthschaftliche Entwickelungen anbelangt, wesentlich bedingt von
der günstigeren Gestaltung der zwischen den Schwarzen und
den Europäern obwaltenden Verhältnisse. Auch läßt sich vor—
aussehen, daß einzelne der günstiger gelegenen Inseln aus einer
Durchstechung des centralamerikanischen Isthmus erhebliche Vor—
theile ziehen werden. In Voraussicht eines solchen Ereignisses
hatte sich die englische Krone auch den centralen Küstenstrich von
Honduras angeeigffet, welcher dem Handel werthvolle Hölzer
liefert. Auf dem südamerikanischen Festlande besitzt England
einen Theil von Guyana, dessen climatische Verhältnisse wenig
von denjenigen der französischen Deportations-Stationen von
Cayenne abweichen. Eine Hebung dieser tropischen Colonie er—
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