gruppen und Eilanden, welche dem Seewege nach Ostindien zu—
nächst gelegen find: die Seychellen und Mauritius. Ins—
besondere wird der Werth der Seychellen, deren Bevölkerung
gegen 327.000 Seelen beträgt, von den Engländern nicht gering
veranschlagt.
Wie England überall bemüht war, seine Seewege mit geeig—
neten Herrschaftsstationen zu säumen oder mit Ruheplätzen aus—
zustatten, erweisen auch die späteren Anlagen von Aden und die
Besitzergreifung der kleinen den Eingang zum rothen Meere
schützenden Insel Perim. Beide gehören zu den jüngeren
Besitzergreifungen und hängen mit der Einrichtung der englisch—
indischen Ueberlandsroute zusammen.
Den Verkehrsweg nach Hinterindien, China und Japan
sichern die Anlagen an den Seewegen von Malacca und die seit
dem vierten Jahrzent unseres Jahrhunderts wichtig gewordene
Besitzung von Hongkong, dessen Lage in der Nähe des chine—
sischen Festlandes der englisch-chinefischen Machtstellung einen
werthvollen Stützpunkt bietet. In dem Zeitraum von 1859 bis
1869 stieg der Schiffsverkehr in diesem Hafen von 626. 536 auf
2.562.528 Tonnen. Labuan, eine in der Nähe von Borneo
gelegene Insel ward 1846 vom Sultan von Bruni erworben.
Sein Werth beruht auf dem Vorhandensein von Steinkohle
und seiner Lage als Zwischenstation der Handelsschiffe, die zwi—
schen Hinterindien und China verkehren. Uebrigens betrug die
weiße Bevölkerung im Jahre 1867 nur 45 Personen. Bedeutsa⸗
mer als alle übrigen Landerwerbungen Englands mit alleini—
ger Ausnahme von Ostindien, sind die Australischen Kolo—
nien, bestehend aus sieben von einander gefonderten Gemein—
wesen. Das älteste dieser Pflanzländer verdankt feine Ansiedlung
dem Bedürfnisse des Mutterlandes, sich seiner schwersten Ver—
brecher durch Transportation zu entledigen. Etwa ein Jahr vor
(9031