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Einfuhr der australischen Colonien auf 10 Millionen im Jahre
1867.

Uebrigens find die Verhältnisse der einzelnen australischen
Colonien sehr verschieden geartet. Am weitesten zurück blieb
Westauftralien, dessen am Schwanenfluß belegene Hauptansied⸗
lung durch weite auf dem Landweg unzugängliche Strecken vom
Verkehr mit den übrigen australischen Niederlassungen getrennt
ist. Zwischen Westaustralien und Victoria in der Mitte der
füdaustralischen Küste liegt die Colonie Südaustralzen, dessen
Hauptstadt, Adelaide, einen nicht unerheblichen Bestandtheil
dentscher Anfiedler unter seinen Bürgern zählt.
Ein Ueberblick über die englischen Colonien in der alten
und neuen Welt belehrt uns, daß deren Wesen und Zweckbestim⸗
mung aus mannigfach verschiedenen Richtungen entsprungen ist.
Zunächst bietet sich unserer Betrachtung eine erste Gruppe
dar, bestehend aus solchen, welche als Handelsstationen und See—
festungen bezeichnet werden köͤnnen. Dahin rechnen wir: Gibral⸗
tar, Malta, die Bermuden, die Bahamas, Singapore und die
ihnen ähnlichen, an vorspringenden Küstenpunkten oder Meer⸗
engen gelegenen Besitzungen, sowie jene Juseln, welche einen
Handelsweg zu sperren vermögen. Solange England seinen Be—
ruf in die Behauptung eines Seehandelsmonopols setzte, mußten
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erscheinen. Ihre Festhaltung erlaubte den Seehandel der Neu—
tralen zu überwachen, der Kaperei Stützpunkte zu bieten und der
englischen Flagge das Symbol der Weltherrschaft zu verleihen.
Auch gegenwärtig ist diesen Besitzungen nicht jeder Werth abzu—
sprechen. Dennoch läßt sich nicht leugnen, daß sie gegenwärtig
unter den englischen Colonien den untersten Rang einnehmen.
Es fragt sich, ob England aus der Festhaltung solcher Besitzun—
gen erheblichen Vortheil zieht. Was die europäischen Seefestun⸗—
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