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gen anbelangt, so ist stets daran zu erinnern, daß ihre Lage das
immer stärker anwachsende Nationalitätsgefühl solcher Staaten
herausfordert, deren Zubehör gleichsam willkürlich durch England
beeinträchtigt erscheint. Geographisch betrachtet gehören die nor—
mannischen Inseln im Kanal zu Frankreich. Ihre Bevölkerung
redet eine von der englischen verschiedene Sprache. Ihre Gesetze
und Sitten sind denjenigen der Normandie nahe verwandt; ob—
gleich nicht geleugnet werden kann, daß die Bewohner der nor⸗
mannische. Inseln sich einer Selbständigkeit erfreuen, die nichts
zu wünschen übrig läßt, erscheint ihre Unterwerfung unter das
englische Scepter dennoch als eine hiftorische Zufälligkeit, die
nur deswegen erträglich wird, weil das centralistisch regierte
Frankreich den Neigungen der Insulaner weniger begehrenswerth
erscheint, als die Verbindung mit einem Staate, der an sich be—
trachtet, den Normannen zwar fremdartig gegenübersteht, aber
dennoch den Bestand alter und theuer gewordener Ueberlieferun—
gen besser gewährleistet.
Daß Helgoland geographisch eben so sehr zu Deutschland
gehört, wie die friesischen Inseln, leuchtet sofort ein. Als Eng—
land die Insel unter seine Botmäßigkeit nahm, waltete kaum ein
anderes Interesse ob, als dasjenige, in den Mündungen der
deutschen Ströme eine Schmuggelstation zu besitzen. Während
der Gontinentalsperre war Helgoland aus diesem Grunde nicht
ohne Bedeutung. In den Händen der Deutschen würde es eine
Blockade der Elbe und Weser erheblich erschweren; in den Hän⸗
den der Engländer verewigt es die Erinnerung an die Zeiten
unserer Schwäche und Erniedrigung. So lange England geneigt
wäre, sich in die Wirren der continentalen Politik thätig einzu⸗
mischen, wäre Helgoland denkbarer Weise ein Stapelplatz für die
Anhäufung von Kriegsmaterial oder eine Werbestelle, an welche
Abenteurer zur Besatzung der englischen Flotte gegen Zahlung
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