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eines guten Handgeldes gelockt werden könnten. Noch während
des orientalischen Krieges wurden auf dem rothen Felsen für
eine geworbene Truppe Baracken errichtet. Seitdem ein mächti⸗
ges Staatswesen an den Küsten der Nordsee die deutsche Fahne
entfaltet und Deutschland mehr und mehr seiner Bedeutung als
seefahrende Nation sich bewußt wird, wächst auch die Mißgunst,
mit welcher eine gleichsam zudringliche Nachbarschaft der Fremden
angesehen wird.
Das Gleiche gilt von Gibraltar. Englische Besatzung
und englische Flagge auf einem zur Südküste Spaniens gehöri⸗
gen Vorgebirge sind seit dem Anfange des vorigen Jahrhunderts
als eine schwere Herausforderung vom castilianischen Stolze em⸗
pfunden worden. Für die Empfindung der Spanier ist die
Duldung der Fremdherrschaft an den Säulen des Hereules kaum
weniger drückend, als die Aufpflanzung der franzofischen Flagge
auf der Insel Wight für die Engländer sein würde. Dennoch
sprach für die Behauptung der englischen Herrschaft über Gi—
braltar ein gewichtigerer Grund, als für die Besitznahme von
Helgoland. Nachdem Spanien von seiner Macht herabgefunken
und seine Krone an die Bourbons gekommen war, hatte Eng—
land hinreichende Veranlafsung, auf seiner Hut zu sein und einer
übermäßigen Abhängigkeit der pyrenäischen Halbinsel vom frau⸗
zöfischen Einflusse zu wehren. Zur Zeit der Napoleonischen
Kriege hat sogar die englische Herrschaft auf dem Felsen von
Gibraltar den Spaniern selbst wesentliche Vortheile gebracht, und
auch gegenwärtig ift zu sagen: daß Gibraltar nicht gegen Spa—
nien, sondern gegen Frankreich festgehalten wird und nach seiner
natuͤrlichen Lage während eines Seekrieges die Bedeutung hat,
eine Vereinigung der franzöfischen Streitkräfte der Mittelmeer⸗
küste mit denjenigen der atlantischen Häfen zu verhindern oder
zu erschweren.
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