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legung von Subscriptionsbogen abzuwenden suchen. Bei einigen
nordamerikanischen Stämmen bleibt kaum etwas anderes übrig,
als dafür zu sorgen, daß den anthropologischen oder ethnographi—
schen Sammlungen in den Geräthen oder Schädeln eines unter⸗
gehenden Urvolkes die letzten Erinnerungszeichen erhalten werden.
In ihrer wirthschaftlichen Entwickelung sind diese Pflanz—
staaten sehr ungleich. In einzelnen Distrikten Australiens eine
nomadisirende, insbesondere der Schaafzucht obliegende Hirten—
bevölkerung, in anderen Gegenden die industrielle Ausbeute des
Bergbaus. Hier die Gewinnung tropischer und subtropischer
Producte mit gedungener Arbeit. Dort die englische Farm,
welche ihr Getreide selbst baut und ihre Rinder hinter Hecken
und Zaäunen pflegt. An den Gestaden der Küste die Handels⸗
städte, deren Reichthum sich in den Fluthen der See oder großer
Stromläufe abspiegelt. In den Gebieten der Hudson's Bay der
Jäger, der dem Biber nachstellt und von dem Indianer Pelz—
werk eintauscht.
Alle menschlichen Lebensformen spielen in diesen Pflanz⸗
staaten ineinander. Diese Abstufungen colonialer Gesittung find
für den Beobachter von hohem Interesse; sie bieten der Cultur—
geschichte ein noch zu wenig benutztes Beobachtungsfeld, aus
dessen planmäßiger Untersuchung manche wichtige Rückschlüsse auf
die älteste Geschichte der Menschheit übertragen werden können.
Angesichts so mannigfach abgestufter Elemente der Gesittung,
wie sie in Kanada, Süd-Afrika und Australien unserem Auge
fich darbieten, von dem die Combinationen des Weltmarktes be—
rechnenden Großhändler durch die vielfältigsten Gliederungen des
öconomischen Lebens hindurch bis zum Menschen verzehrenden oder
doch wild gebliebenen, jedem Bildungsversuche unzugänglichen
Ureinwohner: ein Bild von Uebergängen und Abstufungen, ähn—
lich den Vegetationsformen, welche von dem üppig ausgestatteten
1912