Kuüstensaume einer tropischen Landschaft bis zur Gränze des ewi—
gen Schnees in langsamen Wandlungen vom Reichthum bis zur
Verkümmerung der Natur umschlagen.
Von der Gestaltung der wirthschaftlichen Entwickelung wird
auch die politische Zukunft der englischen Pflanzstaaten abhängen.
Ueberall, wo Engländer selbst den Boden bauen, ist eins er—
reicht: ihre Selbftregierung. Die ehemals wichtige und oft ver⸗
handelte Frage: ob England im Stande sein werde, seine über
den Weltball zerstreuten Ansiedlungen mit Gewalt der Waffen
zu vertheidigen, hat den englischen Coloniften gegenüber keine
Bedeutung mehr. Wo wäͤre die Macht, die von Europa aus
im Stande wäre, den Engländern auch nur einen der Pflanz⸗
ftaaten zu entreißen, wenn deren Bevölkernng zur Selbstverthei—
digung entschlossen ist? Selbst eine starke feindliche Flotte würde
in entlegenen Welttheilen, wenn sie deren Gestade zu erreichen
vermöchte, wenig, außer einer Beschießung von Hafenplätzen, be—
werkstelligen.

Soweit an auswärtige Verwickelungen zu denken ist, könnte
den englischen Colonien nur eine ernsthafte Gefahr drohen. Das
stets zunehmende und schnell wachsende Uebergewicht der nord⸗
amerikanischen Union läßt es zweifelhaft erscheinen, ob England
in einem Kriegsfalle seine angränzenden oder zunächft gelegenen
Besitzungen erfolgreich zu schützen vermöchte. Ist England im
Stande, seine düun bevölkerten Landstriche an der Nordgränze
der Union gegen einen ernsthaften Angriff zu behaupten? Ein
Zusammenstoß zwischen England und Nordamerika wäre nur
unter der Voraussetzung denkbar, daß völlig verblendeter Haß
und wilde Leidenschaft die Oberhand gewönnen über die Stimme
der Vernunft und die Rathschläge wohl erwogener Interessen.
Es ist wahrscheinlich, daß Englands Kräfte nicht ausreichend
sein würden, die Landgebiete der kanadischen Conföderation und
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