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England, gegen die Vorstellungen der Colonisten taub, schon von
einer Seereise die Besserung des Verbrechers erwartete. Bedenk—
lich ward man erst, als in Auftralien öffentlich Sammlungen
veranstaltet wurden, um aus deren Erträgniß einige Notabilitä—
ten der australischen Verbrecherklasse, in Erwiederung der engli—
schen Zufuhren, an die englische Küste zu befördern.
Nach dem Ausgange, den die Transportationen genommen
haben, läßt sich auch nicht viel Gutes von dem Versuche erwar⸗—
ten, die englischen Armenhäuser durch eine vom Wohlthätigkeitsvereine
 geleitete Auswanderung nach den Colonien zu entvölkern.
Wenngleich John Stnart Mill mit großem Nachdruck auf die
Vortheile für die Beziehungen eines dichter bevölkerten, mit über—
flüssigen oder unverwendbar gewordenen Arbeitskräften ausgestat⸗
teten Landes zu seinen dünn bevölkerten Colonien hinweist, so ist
doch zu bezweifeln, ob der Bewohner englischer Arbeits- und
Armenhäuser so beschaffen ist, daß er gerade diejenigen Lei—
stungen zu erfüllen vermag, die auf dem colonialen Arbeitsmarkte
verlangt werden. Und auf die Dauer läßt sich nicht hoffen, daß
die Colonien die Einfuhr ärmster Landesgenossen aus Humani—
tätsgründen sich gefallen lassen werden. Selbst eine sorgfältige
Auswahl aus den englischen Armenhäufern fichert nicht gegen
Mißgriffe, die das Mutterland zu verantworten haben würde.
Im Allgemeinen gewährt die Armuth, die der öffentlichen Unter—
ftützung bedarf, kein Befähigungszeugniß für die Auswanderung.
Mit Rücksicht auf die Verschiedenartigkeit der wirthschaftli⸗—
chen Zuftände ist die Zusammensetzung der gesellschaftlichen Grup—
pen in den einzelnen Colonien bald einfacher, bald mannigfalti—
ger gestaltet. In den Stapelplätzen des europäisch⸗ afiatischen
Handels, wie in Hongkong oder Singapore, sondert sich ein reicher
Großhandelsstand von der Berührung mit den einheimischen Be⸗
völkerungselementen sorgfältig ab. Er nimmt keinen Antheil an
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