Kriege. Mit dem Frieden von Utrecht ist die Seeherrschaft der
Engländer entschieden. Es kommt darauf an, für England den
Seehandel in Kriegs- und Friedenszeiten zu monopolisiren. Ge⸗
waltsame Eroberung der von anderen Nationen urspruͤnglich an⸗
gelegten Colonien verschafft der englischen Krone den Besitz der
begehrenswerthen Erde in allen Continenten. Spanien, Frank—
reich und Holland verlieren der Reihe nach ihre werthvollsten
Niederlassungen nahezu ausnahmslos. Das englische Banner
weht allgegenwärtig auf den Meeren. Die Ostindische Com—
pagnie beginnt jene Reihe von Eroberungen, die ungeheuren
Reichthum nach England fließen lassen. Unermeßliche Eroberun⸗
gen werden in Asien gemacht. Dieses beispiellose Glück steigert
her den Uebermuth Englands gegenüber den eigenen Colonien.
Der Bereicherung folgt der Verlust auf dem Fuße nach. Durch
einen Mißbrauch des Besteuerungsrechts herausgefordert, erheben
fich die Enkel jener englischen Cavaliere, die nach Virginien,
jener Puritaner, die nach Neu⸗England gezogen waren, und be—
ginnen den amerikanischen Unabhangigkeitskrieg, als dessen Aus—
Jgang England die Begründung eines selbständigen Reiches hin⸗
nehmen muß. Aus der Trennung von dem alt⸗aristokratischen
England entsteht jenes zumeist demokratische Staatswesen, welches
im Großen und Ganzen auch nach seiner Losreißung eine feind⸗
liche Stellung gegen das Mutterland bewahrt und dessen colo—
aialen Besitz in Nordamerika bedroht. Durch Neu-Fundland,
die Straße des St. Lorenzstromes, Vancouvers-Insel und die
Oregongränze werden Streitigkeiten hervorgerufen, die zwar bei⸗
gelegt sind, aber doch überall neuen Samen der Zwietracht hin⸗
— die alten Dynastien Europas,
muß England eine Niederlage von seinen eigenen rebellischen
Sohnen hinnehmen. Dieser gelungene Aufstand gereicht indessen
AAlen anderen Colonien zum Vortheil. Einfichtsvoll erkennen
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