Bläschen beobachtet werden. Letztere verschwinden bei einer
Erwärmung auf 56—62° und erscheinen bei der Abkühlung
wieder. Die nähere Untersuchung des Fugss’schen Apparats
 ergab, dass die Temperatur des Präparats jedenfalls
nicht unbedeutend geringer ist, als es das Thermometer des
Apparats anzeigt und sich die beobachtete "Temperatur anf
mindestens 46—52° reducirt. Es dürfte demnach flüssige
Kohlensäure, vielleicht mit einer geringen Beimengung von
permanenten Gasen vorliegen, was insofern bemerkenswerth
erscheint, als nach RosensuscH' flüssige Kohlensäure bisher
in Porphyrquarzen noch nicht nachgewiesen ist. Übrigens
verhalten sich die einzelnen Individuen bezüglich der Grösse
der Flüssigkeitsporen sehr verschieden. "Trotz eifrigen Suchens
 vermochte ich weder Glas noch Mikrolithe unter den
FEinschlüssen aufzufinden. Gelegentlich ist ein grösseres Korn
„ersprengt, und die wenig auseinander gedrängten Stücke
werden durch Grundmasse verkittet.
Unter den Feldspatheinsprenglingen herrscht bald Orthoklas
 (Makwassi-Spruit), bald Plagioklas (Klerksdorp)
vor. Letzterer ist oft reich an zahllosen kurz stabfürmigen,
parallel geordneten Gebilden; ich muss es unentschieden
lassen, ob dieselben primärer oder secundärer Natur sind.
Die Zwillingslamellen setzen häufig kurz ab, und an einigen
Krystallen wurde auch gleichzeitige Zwillingsbildung nach
dem Periklin- und Albitgesetze beobachtet. Die geringe Auslöschungsschiefe
 lässt auf dem Oligoklas nahe stehende Mischungen
 schliessen. Obwohl die Feldspathe oft stark getrübt
 sind — der Orthoklas durchschnittlich stärker als der
Plagioklas — so lässt sich doch in der Regel mit genügender
Deutlichkeit erkennen, ob ersterer oder letzterer vorliegt.
(hloritschüppchen treten oft als Einschlüsse auf, sowie sich
bei der Trübung kleine epidotähnliche Körnchen entwickeln.
Letztere stellen sich besonders reichlich bei der Zersetzung
mancher Plagioklase ein, so dass man gelegentlich die Zersetzung
 als Saussuritisirung bezeichnen kann. An dem makroskopisch
 pinitoidartig erscheinenden Feldspath in den Gesteinen
von der Bamboes-Spruit lässt sich bei starker Vergrösse-Rosenenseu,

 Mikroskopische Pliysiographie 1887. pas. 350,