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die von Eingeborenen verrichtet wird, unter der Würde des Weissen
stehe, also gewissermassen entehrend gei.
Aber wenn der Weisse auch wirklich den Eingeborenen aus
seiner Arbeit verdrängen wollte, — er könnte es nicht. Die Lebensbedingungen
 der beiden Rassen sind zu verschieden. Der Eingeborene
 hat nur sehr geringe Bedürfnisse; er kann daher für einen
Lohn arbeiten, von dem zu leben für den Weissen unmöglich wäre.
Aus diesem rein finanziellen Grunde wird der Privatmann auch
meist den eingeborenen Arbeiter dem weissen vorziehen. Nur der
Staat kann hier eine Ausnahme machen, und er hat dies auch oft
getan, indem er der bedürftigen weissen Bevölkerung Arbeit einräumte,
 die durch Eingeborene weit billiger hätte geleistet werden
können.

Aber eine solche Hilfe ist nur eine zeitweise, eine dauernde
Hilfe und Besserung der Lage muss geschaffen werden, und dies
kann der Staat nur dadurch, dass er sich auch hier der Kinder
der verarmten Bevölkerung annimmt und ihnen eine Ausbildung
bietet, die sie über das Niveau ihrer Eltern emporhebt.
Aber die grösste Eile tut Not. Ueberall zeigen die Schwarzen
bereits grosses Interesse für Unterricht, und sie machen von den
Eingeborenen-Schulen regen Gebrauch.
Daraus ergibt sich die Gefahr, dass der Eingeborene, wie dies
bereits in Kimberley, Kapstadt und Natal der Fall ist, auch in
Transvaal nicht mehr auf der Stufe eines Handlangers stehen hleiben,
 sondern sich zu einem richtigen Handwerker heranbilden wird,
falls nicht der Weisse sich ihm auf diesem Gebiete überlegen zeigt.
Ein „Native Commissioner“ (siehe Report 1908, p. 27) wurde gefragt:
 „Sind Sie in der Lage zu sagen, ob das Verlangen nach
Unterricht unter den Eingeborenen grösser ist als unter den armen
Weissen?“ und antwortete: „Nach meiner Erfahrung ist es grösser
unter den Kingeborenen.“ *)
Auch in den Städten schicken viele Eltern ihre Kinder entweder
gar nicht oder doch nur für wenige Jahre zur Schule. Zehn- bis

*) „A Native Commissioner was asked: „Are oyu in a position to say
whether the desire for education ‚is keener among the natives or the poor
whites? and replied,“ Amongst the natives, from my experience.”