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in Geometrie und Geschichte. Auch war er durch seine Kollegen
über die Leistungen in den übrigen Fächern orientiert. Er ist zu
dem Resultat gekommen, dass bis zum 15. Lebensjahre die Leistungen
der Mädchen denen der Knaben mindestens gleichwertig sind, dass
nach dem 15. Lebensjahre sich aber meist ein Uebergewicht in
den Leistungen der Knaben geltend macht.
Mit Bezug auf besondere Fächer hat er den Eindruck gewonnen,
 dass die Mädchen bis zum 15, Jahre den gleichaltrigen
Knaben in Geschichte, Geographie und Aufsatz überlegen sind,
letztere aber erstere wiederum in toten Sprachen, Geometrie und
Algebra übertreffen. Nach dem 15. Lebensjahre stellt sich jedoch,
wie bemerkt, eine gewisse HErschlaffung auf Seiten der Mädchen
ein, sodass auch die Resultate der Prüfungen meist zu Gunsten
der Knaben lauten.
Latein ist der wunde Punkt wohl aller „High Schools“ Süd-Afrikas,
 denn die toten Sprachen erfordern mehr häusliche Arbeit
als irgend eins der übrigen Fächer, Griechisch bietet schon weniger
Scwierigkeiten, da diese Sprache in der Regel nur von sehr befähigten
 Schülern gewählt wird und für dieselbe durch Latein,
dessen Unterricht zwei Jahre früher beginnt, bereits eine gewisse
Grundlage gelegt ist.
Der Unterricht der modernen Sprachen, Deutsch und Französisch,
 wird durch das vorausgehende Erlernen der beiden Landessprachen,
 Englisch und Holländisch, wesentlich erleichtert. Für
die übrigen Fächer werden im grossen und ganzen geringe Anforderungen
 an den häuslichen Fleiss des Schülers gestellt; es wird
von ihm vorausgesetzt, dass er dieselben im wesentlichen während
der Schulstunden meistert.
Sich unter den Schülern der „High Schools“ Transvaals die
nötige Autorität zu verschaffen, wird jedem Lehrer anfangs einige
Schwierigkeiten bieten. Zunächst sollte der Lehrer, und hierauf
wird noch nicht genügend Wert gelegt, beide Landessprachen beherrschen.
 In dieser Beziehung lassen besonders die Lehrer hbritischer
 Abkunft noch viel zu wünschen übrig.
Sodann muss er den Charakter der Schüler erst gründlich
studieren. Ein deutscher Lehrer z. B., der einigen Humor besitzt,
 und in deutschen Schulen gewohnt war, durch diesen die